ABC Analyse – Erklärung und Beispiel mit Lösung, Vorteile & Einsatzmöglichkeiten

Die so genannte ABC Analyse ist auch unter dem Namen Programmstrukturanalyse bekannt. Es handelt sich um ein betriebswirtschaftliches Verfahren, dass dazu dient, entsprechende Programme und Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen.

Dabei werden die einzelnen Objekte, die für ein Programm oder für ein Unternehmen eine wichtige Rolle spielen in verschiedene Klassen aufgeteilt. Die Klassen A sowie B und C werden dabei mit Inhalt gefüllt. Das bedeutet, dass in den Klassen z.B. Produkte oder aber auch Kundenbeziehungen sortiert werden, die unterschiedlich stark am Umsatz des Unternehmens beteiligt sind.

In der Klasse A sind alle Produkte und Kontakte integriert, die für das Unternehmen besonders gefragt sind und die eine besonders wichtige Rolle innehaben. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass die Kunden einen sehr hohen Umsatz für das Unternehmen erzielen.

In der Kategorie B werden alle Kunden aufgelistet, die einen wichtigen, aber nicht den meisten Umsatz bringen und in der Kategorie C alle weiteren Produkte und Kunden, die zum Beispiel hin und wieder aktiv sind und Dinge kaufen.

Woher stammt die ABC Analyse?

Die ABC Analyse wurde ursprünglich durch H. Ford Dicke ins Leben gerufen, der seinerzeit Manager bei General Electric, kurz GE gewesen ist. Im Jahr 1951 wurde die Analyse zum ersten Mal beschrieben. Grundsätzlich befasst man sich in dieser Analyse damit, wie die Führung von Unternehmen aufgestellt ist und wie sie grundsätzlich verbessert werden kann.

Welche Vorteile ergeben sich aus der ABC Analyse?

Wer sich mit der ABC Thematik und der Analyse befasst wird schnell feststellen, dass diese zu wesentlichen Verbesserungen im Unternehmen führen soll. Das bedeutet in der Praxis, dass man zum Beispiel die Prozesse in der Planung des Unternehmens deutlich verbessern kann, wenn man eine umfangreiche ABC Analyse vollzogen hat und entsprechend das Unternehmen neu strukturieren und aufbauen will.

  • Gute Struktur und Übersicht der Prozesse im Unternehmen
  • Klassifizierung der Kunden und Produkte in die Kategorien A, B und C
  • Basis für neue Firmenstrategie

Darüber hinaus ist anzumerken, dass man vor allem in der Logistik sowie als auch in der Verwaltung einiges verbessern kann, wenn man sich für die Analyse entscheidet. In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel Lagerkosten reduziert werden können, da die Prozesse beim Kunden gut bekannt sind und man genau weiß, welche Produkte wann ins Lager gebracht werden und wie lange sie dort gelagert werden, bis sie wieder veräußert werden.

Im Alltag wird darauf geachtet, dass die Produkte sehr schnell das Lager wieder verlassen, so dass zum einen mehr Platz für neue Produkte vorhanden ist und zum anderen keine Kosten durch die Lagerung der Produkte entstehen. Es ist daher von hohem Interesse, dass darauf geachtet wird, dass die Kosten in jedem Fall niedrig sind und dass natürlich viele Produkte einfach versandt werden können und schnell von A nach B transportiert werden.

Langfristig kann durch die Erkenntnisse, die aus der ABC Analyse gewonnen werden dazu beigetragen werden, dass der Gewinn des Unternehmens deutlich verbessert werden kann. Es ist denkbar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem durch Beteiligungen am Gewinn natürlich auch ganz anders motiviert werden können.

In der Praxis ist es im Controlling möglich, dass die Veränderungen der Prozesse im Unternehmen genau unter die Lupe genommen werden und dass genau festgestellt werden kann, welche Vorteile sich daraus ergeben.

Die ABC Analyse bietet gerade bei Unternehmen, die sehr viele verschiedene Aktionsgebiete haben jede Menge an Vorteilen. Es ist denkbar, dass man mit Hilfe der Analyse in jedem Fall langfristig Vorteile für sein Unternehmen schaffen kann und die Rentabilität deutlich erhöhen kann.

Wo wird die ABC Analyse eingesetzt?

Die ABC Analyse wird vor allem im Bereich Betriebswirtschaft eingesetzt. Das bedeutet konkret, dass sie zum Beispiel genutzt wird, um Wertepaare zu bilden. Sie ist weit verbreitet und hilft dabei, die aktuelle IST Situation zu erfassen und daraus entsprechende Vorgehensweisen ableiten zu können.

In den meisten Fällen kann die Analyse sehr einfach vollzogen werden und funktioniert auch wirklich leicht.

Es ist jedoch zu empfehlen, dass darauf geachtet wird, dass die Analyse in jedem Fall von Experten vollzogen wird, die genau wissen, welche Kernkompetenz für die Analyse erforderlich ist und welche Vorteile dann mit Hilfe der Ergebnisse erzielt werden können.

Es ist zum Beispiel im Sinne der Wertepaare möglich, dass genau definiert werden kann, welcher Umsatz von einem Kunden zu erwarten ist. Das bedeutet, dass man das Wertepaar Kunde und Umsatz bilden kann. Auch Paare wie Anzahl der Ressourcen und verursachte Kosten kann gebildet werden und dabei helfen, entsprechend aktiv zu werden. Wer möchte, kann generell alle Waren und Artikel im Bestand mit in die Analyse einbringen und davon profitieren.

Bei der späteren Klassifizierung der Daten über die einzelnen Gruppen wird schnell deutlich, dass es Gruppen vom Typus A, B sowie C gibt. Wer sich im Bereich A befindet, ist für das Unternehmen besonders wichtig, da der Beitrag zum Ziel und Umsatz des Unternehmens sehr groß ist. Anders sieht es aus, wenn man zum Beitrag B gehört oder zum Beitrag C, wo der Beitrag zur Leistung des Unternehmens etwas niedriger ist.

Je wichtiger etwas für das Unternehmen ist, desto eher sollte es in der Klasse A eingebracht werden. Idealerweise sind viele verschiedene Kunden z.B. in der Klasse A eingeteilt und weniger in Klasse B sowie in Klasse C.

Welche Ergebnisse und Ziele können mit der ABC Analyse definiert werden?

Wer mit der ABC Analyse arbeiten möchte, der wird feststellen, dass sehr viele verschiedene Ziele über diese Analyse festgelegt werden können und erwartet werden können. Es ist möglich, dass man sehr konkret definieren kann, womit das Unternehmen seinen Gewinn erzielt und welche Kunden oder Produkte den Umsatz vorantreiben.

Darauf basierend ist eine Fokussierung möglich. Auch kann genau festgestellt werden, welche Bereiche des Unternehmens weniger rentabel sind oder sogar komplett vernachlässigt werden können. Ziel ist es insgesamt die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu steigern und somit für eine bessere Performance zu sorgen.