Antrag für Covid-19 Investitionsprämie noch bis Februar 2021 möglich

Damit Unternehmen geplante Investitionen Corona-bedingt nicht aufschieben müssen, stellt die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) insgesamt zwei Milliarden Euro bereit. Voraussetzung ist allerdings auch die Antragstellung bis 28.2.2021.

Nachrichten – Uwe Rabolt, 22.9.2020

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aws bietet spezielle Covid-19 Investitionsprämie – (Quelle Bild: https://foerdermanager.aws.at/#/)

Für viele Unternehmen brachte Corona einen massiven Umsatzeinbruch. Geplante Investitionen, die für eine Ausdehnung des Geschäftsbetriebes gedacht waren, mussten zurückgestellt werden. Damit wurde zunächst eine kontraproduktive Abwärtsspirale eröffnet.

Mit der Covid-19 Investitionsprämie will das Bundesministerium „Digitales und Wirtschaftsstandort“ gegensteuern. Neben inhaltlichen Voraussetzungen ist allerdings auch das Datum der Antragstellung, der 28. Februar 2021, entscheidend.

Höhe der Prämie abhängig vom Geschäftsgegenstand

Die Höhe der Prämie orientiert sich zunächst am Geschäftsgegenstand der Firma.

  • Sieben Prozent Prämie auf Investitionen erhalten „klassisch“ ausgerichtete Firmen.
  • Für Unternehmen aus den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science gilt ein Prämiensatz von 14 Prozent.

Die Förderung erfolgt in Form nicht-rückzahlbarer Zuschüsse. Damit bietet der Staat eine zusätzliche Entlastung gegenüber zinslosen oder nur niedrig verzinsten Investitionsdarlehen, die zumindest getilgt werden müssen.

Was wird gefördert?

Im Fokus der Covid-19 Investitionsprämie stehen Maßnahmen, die nach dem 1. August 2020 und vor dem 28. Februar 2021 gesetzt werden. Zu den förderungsfähigen Maßnahmen zählen

  • Bestellungen
  • Kaufverträge
  • Lieferungen
  • der Beginn von Leistungen
  • Anzahlungen
  • Zahlungen
  • Rechnungen
  • Baubeginn

Nicht als Maßnahme gelten Anträge bei Behörden oder Finanzierungsanfragen.

Förderungsbandbreite auch für kleine Unternehmen attraktiv

Die österreichische Wirtschaft besteht nicht nur aus Konzernen. Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als Pfeiler der Wirtschaft, leiden noch stärker unter Corona. Vor diesem Hintergrund wendet sich das Prämienprogramm auch an diejenigen, die eher niedrige Investitionsvolumen aufweisen, aber auch darauf dringend angewiesen sind.

Die Untergrenze für eine Förderung beträgt 5.000 Euro netto. Für Konzerne mit einer Verpflichtung zum Konzernabschluss gemäß Paragraf 244 UGB läuft die Obergrenze für die Covid-19 Investitionsprämie bei 50 Millionen Euro aus. Die Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer rein netto.

Neben der Auflage in Bezug auf den zeitlichen Rahmen für den Beginn der Maßnahme sieht das Investitionsprämiengesetz auch zeitliche Rahmen für die Umsetzung der Maßnahmen vor. Liegt das Investitionsvolumen unter 20 Millionen Euro, muss die Inbetriebnahme respektive Bezahlung bis zum 28. Februar 2023 erfolgen. Für Fördervolumen zwischen 20 Millionen Euro und 50 Millionen Euro läuft das Fertigstellungsprinzip am 28. Februar 2024 aus.

Nicht förderbare Maßnahmen

Die Covid-19 Investitionsprämie sieht allerdings auch Ausschlüsse vor. In erster Linie fallen Maßnahmen im Zusammenhang mit fossilen Energieträgern durch das Raster. Maßnahmen, die bereits vor dem 1. August 2020 initiiert wurden, finden ebenfalls keine Berücksichtigung. Die vollständige Liste der Ausschlüsse findet sich in Abschnitt 5.4 „Nicht förderungsfähige Investitionen“ der „Richtlinie zur Investitionsprämie“.

Antragstellung erfolgt ausschließlich online

Unternehmen mit Interesse an der Covid-19 Investitionsprämie können ihren Antrag ausschließlich über die Homepage der aws stellen. Für die Antragstellung wurde speziell das Portal „aws Fördermanager“ eingerichtet.

 

uwe raboltAutor: Uwe Rabolt – Jahrgang 1959, Bankkaufmann, Versicherungsfachmann (BWV), Psycho- und Neurolinguist (M.A.).

Seit 2010 ausschließlich als Finanz- und Wirtschaftsredakteur tätig. Kontakt: [email protected]