Forschung Förderung – ÖAW Dissertationspreis für Migrationsforschung

Falschinformationen und Vorurteile verhindern: der Dissertationspreis für Migrationsforschung

Im Jahre 2007 stiftete Rainer Bauböck (Professor für soziale und politische Theorie am European University Institute, Florenz) den Dissertationspreis für Migrationsforschung. Seither vergibt die österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) jedes Jahr an ein oder zwei PreisträgerInnen diese akademische und finanzielle Anerkennung. 2019 beispielsweise erhielten Vicoria Reitter und Claudius Ströhle den Preis für ihre unterschiedlichen Studien zur Migrationsforschung.

Zur Forschungsförderung fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse

Ziel des Preises, ist die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, Studien und Forschungen zu den Themen:

  • Flucht und Vertreibung
  • Integration von MigrantInnen
  • Gesellschaftliche Veränderungen als Folge von Migration

Teilnahmeberechtigt sind Dissertationsforschungsprojekte, die an einer österreichischen Universität offiziell angenommen wurden und aktuell laufen.

  • Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich vergeben.

Die Entscheidungen fällt eine, durch die philosophisch-historische Klasse der ÖAW eingesetzte, unabhängige Vergabekommission. Der Vorsitz der Kommission für die Verleihung hat der Präsident der philosophisch-historischen Klasse Professor Dr. Oliver Jens Schmitt inne.

Die Voraussetzungen für eine Teilnahme

Im Vergleich zu anderen akademischen Preisen und Wettbewerben, sind die Teilnahmevoraussetzungen für den Wettbewerb um den Dissertationspreis für Migrationsforschung überschaubar:

  • TeilnehmerInnen müssen an einer beliebigen österreichischen Universität ordentlich immatrikuliert sein.
  • Dabei darf aber der Beginn des PhD- oder Doktorats-Studiums der TeilnehmerInnen nicht länger als maximal drei Jahre vor der Bewerbung liegen.
  • Studiengänge die teilnahmeberechtigt sind: alle rechts-, geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen.
  • Ein bestimmtes Alter oder eine bestimmte Staatsbürgerschaft sind keine Voraussetzungen für die Teilnahme am wissenschaftlichen Wettstreit.
  • Es muss sich um ein laufendes Projekt zum Thema handeln – abgeschlossene Projekte sind nicht teilnahmeberechtigt.
  • Die DissertationsbetreuerInnen der jeweiligen Universität müssen der Einreichung zum Wettbewerb schriftlich zustimmen.

Welche Unterlagen werden benötigt

Um am Wettbewerb um den Dissertationspreis für Migrationsforschung teilnehmen zu können, werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Ein tabellarischer Lebenslauf der teilnehmenden StudentInnen.
  • Eine ausführliche Beschreibung des laufenden Projektes, inklusive der Zwischenergebnisse, Auswertungen sowie der Quellen- und Literaturangaben (Umfang 3.000 bis 5.000 Wörter).
  • Die Unterlagen sollten nach den allgemeinen Vorschriften und Richtlinien zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten gestaltet sein.
  • Ein offizielles Schreiben der DissertationsbetreuerInnen. Hierin muss enthalten sein: Eine Zusage der Betreuung während der Teilnahme und eine Empfehlung zur Teilnahme des Projektes am Dissertationspreiswettbewerb.
  • Eine kurze Übersicht und Zusammenfassung (Abstract) des Projektes in 300 bis 500 Wörtern.
  • Die Unterlagen müssen in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein und per Post oder online über die ÖAW-Website eingereicht werden.

Die Einreichungsfrist für den Wettbewerb im Jahr 2020 endete am 31. März 2020. Der Einsendeschluss für das Jahr 2021 wurde von der ÖAW noch nicht bekannt gegeben.

Zu den Terminen und Details zum Dissertationspreis für Migrationsforschung 2021 gibt bei der ÖAW Dr. Martina Milletich Auskunft ([email protected]).