CBD bei Reizdarm-Syndrom (RDS) – Verdauungsprobleme lindern


Das Reizdarmsyndrom, abgekürzt Reizdarm, wird für viele Menschen täglich zum Problem. Sie ist die am häufigsten gestellte Diagnose, wenn es um Magen-Darm-Erkrankungen geht. Dabei fällt auf, dass Frauen doppelt so oft mit dem Syndrom zu kämpfen haben wie Männer.

Die Beschwerden können die Lebensqualität stark einschränken. Zu den klassischen Symptomen gehören Übelkeit, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen. Viele Patienten klagen zudem über ein Druckgefühl im Bauch, Ver­stopfung oder Durchfall. In den meisten Fällen kann keine klare Ursache für die Verdauungsbeschwerden ausgemacht werden.

Der Extrakt aus der Hanfpflanze CBD wird zunehmend diskutiert, wenn das Reizdarmsyndrom im Mittelpunkt steht. Die nachgesagten Eigenschaf­ten, die bereits in Studien belegt werden konnten, könnten womöglich hilfreich bei den Verdauungsproblemen sein.

CBD für Reizdarm: Was ist Cannabidiol?


Kaum eine natürliche Substanz wird derzeit häufiger thematisiert als CBD Produkte. Cannabidiol (CBD) wird ebenso wie THC aus der Hanfpflanze extrahiert. Allerdings gibt es zwischen den Substanzen einen entscheidenden Unterschied. THC kann berauschende Effekte auslösen, CBD nicht. Wohl auch deshalb wird Cannabidiol häufig angefragt. Schließlich können CBD Produkte völlig legal bezogen und konsumiert werden. Allerdings müssen ent­sprechende Präparate dafür unter die Nahrungsergänzungsmittel fallen. Voraussetzung dafür ist wiederum, dass der THC-Gehalt die Grenze von 0,2 % nicht überschreitet. Nur so ist gewährleistet, dass keine psychoaktive Wirkung von einem CBD Produkt ausgeht.

CBD und Reizdarm: ein Thema für die Wissenschaft


Obwohl die Hanfpflanze zu medizinischen Zwecken keine neue Entdeckung ist, wenden sich nun auch zunehmend Wissenschaftler der vielversprech­enden Wirkstoffkombination in dem Gewächs zu. Kein Wunder, denn die Hanfpflanze besitzt einen wertvollen Mix an Nährstoffen. Ballaststoffe, Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine sind darin ebenso enthalten wie sekundäre Pflanzenstoffe. Allerdings interessieren sich Wissenschaftler insbesondere für folgende Substanzen, die in der Hanfpflanze enthalten sind:

  • Cannabinol
  • Terpene
  • Cannabichromen
  • Cannabigerol


Terpene können die Wirkung der Cannabinoide verstärken. Sie werden häufig mit dem sogenannten Entourage-Effekt in Ver­bindung gebracht, bei dem verschiedene Pflanzenwirkstoffe synergetisch zusammenarbeiten. Die übrigen Substanzen, die oben aufgeführt sind, bezeichnen Cannabinoide. Nachdem THC als gut erforscht gilt, widmen sich Wissenschaftler nun zuneh­mend CBD.

Zahlreiche Studien wurden bereits durchgeführt. Dabei konnte folgendes beobachtet werden:

  • CBD kann entzündungshemmend wirken²
  • CBD kann Schmerzen lindern

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  • CBD kann beruhigende und angstlösende Effekte hervorbringen

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Gut zu wissen!
Für Menschen, die mit dem Reizdarm-Syndrom zu kämpfen haben, könnten vor allem die schmerzlindernden, beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkungen, die CBD nachgesagt werden, interessant sein.

CBD und THC beim Reizdarm: So könnte es wirken


Wer sich für die Wirkung der Cannabinoide interessiert, muss sich zwangsläufig mit dem sogenannten Endocannabinoid-System beschäftigen. Jeder menschliche Organismus und viele tierische Körper besitzen das komplexe System. Für die Aktivierung sind zwei Faktoren unerlässlich: Das Vor­handensein von CBD- Rezeptoren und Cannabinoide, die für die Aktivierung der Rezeptoren sorgen.

Glücklicherweise besitzt jeder Mensch CB1 und CB2-Rezeptoren. Diese befinden sich überall im Körper, zum Beispiel in Organen und Geweben. Sie lassen sich selbst im Gehirn und in Immunzellen nachweisen. Bis heute konnte das Endocannabinoid-System nicht vollständig entschlüsselt werden. Forscher gehen davon aus, dass sich das komplexe System auf viele Regulationsmechanismen im Körper auswirkt. Unter anderem soll das Endo­cannabinoid-System die Motivation, kognitive Prozesse und das Immunsystem unterstützen.

Damit das komplexe System auch angesprochen werden kann, sind Cannabinoide notwendig. Diese produziert der Körper selbst, um die Rezeptoren zu aktivieren. Vermutungen zufolge könnten auch von außen zugeführte Cannabinoide sich an die Rezeptoren binden und so Körpervorgänge ankur­beln. Experten gehen davon aus, dass dadurch die potentiellen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und beruhigenden Effekte eintreten.

Hilft CBD bei Reizdarm?


Derzeit kann das nicht zweifelsfrei beantwortet werden. Allerdings gibt es einige Untersuchungsergebnisse die dafürsprechen. Einer Theorie zufolge könnte ein Endocannabinoid-Mangel dazu beitragen, dass ein Reizdarm-Syndrom entsteht. Womöglich könnte die Zuführung von Cannabinoiden von außen, zum Beispiel in Form von CBD Produkten, das Problem entschärfen.

Bei einem Reizdarmsyndrom spielen Entzündungen eine übergeordnete Rolle. Eine überaktive Immunantwort kann das Entzün­dungs­geschehen bekräftigen. CBD könnte durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften dem ungünstigen Verlauf entgegenwirken. Damit ergibt sich das Potenzial, langfristige Darmschäden zu vermeiden. Es wird angenommen, dass CBD nicht nur Entzündungen, sondern auch Krämpfe lindert.

Patienten mit einem Reizdarm-Syndrom haben nicht selten mit Ängsten zu kämpfen. Die Krankheit wird als sehr belastend empfunden. Unter ande­rem liegt das daran, dass die Verdauungsproblematiken jederzeit auftreten können und so für unangenehme Situationen sorgen. Daraus kann sich eine Angst-Spirale ergeben. Schon bevor die Beschwerden eintreten, fürchtet sich der Patient davor. Dadurch entsteht Stress im Körper, der die Symptome begünstigt. CBD soll Untersuchungen zufolge beruhigend wirken. Nicht ohne Grund wird es Menschen mit Schlafproblemen empfohlen. Womöglich könnte CBD also auch bei Ängsten hilfreich sein.

Für viele Menschen mit Reizdarm ist Übelkeit ein häufiger Begleiter. Das unangenehme Symptom könnte durch den Einsatz von CBD gelindert werden. Das geht aus Erfahrungsberichten und Studien hervor, die sich mit Cannabinoiden beschäftigen.

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Wenn es um eine appetitanregende Wirkung geht, ist THC häufig im Gespräch. CBD hingegen scheint sowohl appetitanregende als auch appetit­zügelnde Eigenschaften zu besitzen. Womöglich könnte der Einfluss von Serotonin-Rezeptoren dabei eine Rolle spielen. Allerdings legt eine Studie den Schluss nahe, dass CBD im Gegensatz zu THC nicht mit Heißhungerattacken in Verbindung gebracht werden kann.

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CBD Reizdarm: Erfahrungen aus Studien


Studien mit Blick auf CBD und das Reizdarm-Syndrom sind eher selten. Allerdings gibt es viele wissenschaftliche Untersuchungen, die Ergebnisse hervorgebracht haben, die für Patienten mit den lästigen Verdauungsbeschwerden interessant sind.

Wie bereits erwähnt, wird bei dem Reizdarm vermutet, dass ein Mangel an Cannabinoiden vorliegt. Dazu zählt auch Anandamid. Einer Studie zufolge kann CBD dazu beitragen, entsprechende Mängel zu beheben.

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Die entzündungshemmende Wirkung, die sich auch bei einem Reizdarm-Syndrom bewähren könnte, scheint Studien zufolge ebenfalls mit CBD einzutreten.

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Nicht zuletzt geben Studien Hinweise darauf, dass mit CBD Krämpfen in der Verdauungsmuskulatur entgegengewirkt werden kann. Auch eine überschießende Aktivität könnte mit dem pflanzlichen Extrakt gehemmt werden.

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CBD bei Reizdarm: Erfahrungen/Forum


Patienten suchen häufig in Foren nach einem Austausch von Erfahrungen. Die subjektiven Eindrücke helfen dabei, einzuschätzen, ob CBD gegen Reizdarm empfehlenswert ist. Laut Erfahrungsberichten scheinen CBD Tropfen bei Reizdarm tatsächlich Sinn zu machen. Betroffene geben an, dass sie mit entsprechenden Produkten mehr „Ruhe“ in den Bauch bekommen. Dabei handelt es sich um einen sehr willkom­menen Effekt. Schließlich belastet die andauernde Unruhe sowohl die Gesundheit als auch das Stresskonto.

CBD Tropfen gegen Reizdarm: Darreichungsformen


Um von den potentiellen Effekten profitieren zu können, kann Cannabidiol mithilfe verschiedener Darreichungsformen aufgenommen werden. Dazu bieten sich folgende Produkte an:

Gut zu wissen!
CBD Öl ist unter den Darreichungsformen sehr beliebt. Eine individuelle Dosierung und eine unkomplizierte Mitnahme auf Reisen sorgen dafür, dass Cannabidiol Öl zu den Verkaufsschlagern zählt. Kaufinteressierte sollten darauf achten, dass keine Aromen oder unerwünsch­ten Zusatzstoffe enthalten sind. Qualitativ hochwertige Produkte können die wichtigen Kriterien erfüllen.

Egal, um welche Beschwerden oder Krankheiten es geht, CBD muss stets individuell dosiert werden. Das liegt daran, dass jeder Mensch anders auf Naturextrakte reagiert. Schließlich handelt es sich nicht um ein Medikament, bei dem die Wirkungsweise gut abgeschätzt werden kann. Besonders praktisch ist, dass sich CBD Öl völlig unproblematisch an die Bedürfnisse des Anwenders anpassen lässt.

Zunächst gilt jedoch für Jedermann: Anfangs mit einer geringen Dosierung starten und dann langsam an die optimale Menge herantasten. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen können Reizdarm-Patienten so die Verträglichkeit testen. Zum anderen kann sich auf diese Weise mit der Anwendung vertraut gemacht werden. Zwar gibt es keine allgemeingültige Dosierungsempfehlung, 2×4 Tropfen CBD Öl täglich werden aber als Orientierungsgröße genannt.

Gut zu wissen!

Eine Dosierungsanpassung ist nötig, wenn die erhofften Effekte noch nicht eingetreten sind. Die Menge sollte aber frühestens nach einer Woche gesteigert werden. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die Verträglichkeit stets überprüft wird.

CBD Hanföl bei Reizdarm: sublinguale Anwendungsform ist Trumpf


Nicht nur bei den Produkten, sondern auch bei der Anwendungsform gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die sublinguale Einnahme hat sich besonders bewährt. Einige Tropfen unter die Zunge gegeben, 1-2 Minuten abwarten und Produktreste herunterschlucken – das ist das übliche Vorgehen bei der sublingualen Anwendungsform. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Mundschleimhaut ist in der Lage, die Wirkstoffe recht zügig aufzunehmen. Einzige Voraussetzung ist, dass ihr genügend Zeit dafür gegeben wird. Deshalb die Wartezeit. Wer zudem ca. 20 Minuten auf Speisen und Getränke verzichtet, macht alles richtig.

Reizdarmsyndrom CBD: Nebenwirkungen


Natürliche Extrakte werden in der Regel besser vertragen als chemische Präparate. Trotzdem kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass uner­wünschte Begleiterscheinungen auftreten. Bei CBD sind diese aber recht überschaubar. So kann es lediglich zu Schläfrigkeit, Benommenheit oder einem trockenen Mundgefühl kommen. Machen sich Nebenwirkungen bemerkbar, sollte stets die Dosierung hinterfragt werden. Eine Herabsetzung der Menge kann Schwindel und Schläfrigkeit vertreiben. Ein trockenes Mundgefühl ist nicht gefährlich. Allerdings kann es für Anwender unange­nehm sein. Ein einfacher Trick ist, die Trinkflüssigkeit über den Tag verteilt zu steigern.

Reizdarm und CBD Öl: Wechselwirkungen


Genauso wie Nebenwirkungen können auch Wechselwirkungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Nicht zuletzt deshalb, da Cannabidiol körpereigene Enzyme beeinflussen kann. Die Wechsel­wirkungen entstehen, weil CBD genau die Enzyme anspricht, die auch bei der Verwertung von Medikamenten eine Rolle spielen.

Prinzipiell ist es möglich, dass CBD dazu führt, dass Medikamente stärker oder schwächer wirken. Da Patienten mit einem Reizdarm-Syndrom nicht selten pharmazeutische Erzeugnisse einnehmen, sollte sicherheitshalber vor der CBD Anwendung der Arzt um Rat gefragt werden. Folgende Arznei­mittel können Untersuchungen zufolge mit CBD interagieren:

  • Säurehemmer
  • Gerinnungshemmer
  • Schmerzmittel
  • Neuroleptika

CBD Reizdarm Dosierung: Wechsel­wirkungen mit Nahrungs­ergänzungs­mitteln


Der pflanzliche Extrakt aus der Hanfpflanze CBD kann nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit Nahrungsergän­zungsmitteln in Wechsel­wirkung treten. Die Folge: eine erhöhte Schläfrigkeit, die von Betroffenen als belastend empfunden wird. Sicherheitshalber sollte auf Nahrungs­ergänzungsmittel verzichtet werden, die bekannt dafür sind, mit CBD zu interagieren. Dazu zählen:

  • Katzenminze
  • Kava
  • Hopfen
  • L-Tryptophan
  • Johanniskraut
  • Melatonin

FAQ – Häufig gestellte Fragen


Es gibt CBD Öle von verschiedenen Herstellern. Beim Kauf sollten Anwender darauf achten, ein hochwertiges Produkt zu erhalten, das frei von unnötigen Zusatzstoffen und Aromen ist. Auch das Herstellungsverfahren wirkt sich auf die Qualität aus. Empfehlenswert sind Produkte, die auf die CO2-Extraktion setzen. CBD Öl ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Je mehr Prozent angegeben sind, desto weniger Menge wird benötigt.

Weitere Informationen zur CBD Wirkung bei Reizdarm.

Erfahrungsberichten zufolge ja. Studien gibt es zu der Thematik aber nicht sehr viele. Allerdings lässt sich aus anderen Untersuchungen ein Potenzial für die Behandlung bei Reizdarm ableiten. So konnten entzündungshemmende, beruhigende, angstlösende und schmerzlindernde Effekte beobachtet werden.

Mehr lesen zu CBD Erfahrung bei Reizdarm.

In Internetforen gibt es Patienten, die sich auch über CBD austauschen. Einige von ihnen berichten darüber, dass die Einnahme von Cannabidiol mehr Ruhe in den Bauch bringt. Genau danach sehnen sich viele Patienten. Schließlich können Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung für viel Unruhe sorgen.

Erfahren Sie mehr zu den CBD Nebenwirkungen bei Reizdarm.

Tipps der Redaktion


Studien und Quellen zum Thema CBD bei Reizdarm

  • https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Reizdarmsyndrom-Behandlung-Ursachen-und-Symptome,reizdarm104.html
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2828614/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29579828/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30542280/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30152161/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4851925/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6326553/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21307846/
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden
  • https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyt.2013.00130/full
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5576607/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22265864/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21726418/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11358910/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1574910/