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Cranberry – Anwendung & Wirkung, Inhaltsstoffe

Früher war die Cranberry bei uns unter dem Namen „Kulturpreiselbeere“ bekannt, doch mit dieser Beerenart hat sie relativ wenig zu tun. Ihre korrekte deutsche Bezeichnung lautet „Großfrüchtige Moosbeere“ oder lateinisch Vaccinium macrocapon. Früher wurde sie Kranbeere oder Kranichbeere genannt. Verwandt ist die Cranberry nicht mit der Preiselbeere sondern, überraschen­derweise, mit der Heidelbeere. Auch größenmäßig unterscheidet sie sich von der Preiselbeere. Rein optisch gleichen sich die Beeren (eben bis auf die Größe) aber fast bis aufs Haar.

Was ist Cranberry?


Die Cranberry Pflanze ist ein immergrüner, mehrjähriger Strauch. Er zählt zur Familie der Heide­kraut­gewächse und, wie oben schon erwähnt, zur Gattung der Heidelbeeren. Neben der Cranberry, die bei uns auch als Großfruchtige Moosbeere bekannt ist, gibt es noch die Gewöhnliche Moosbeere. Beheimatet ist sie in Europa, Asien und Nordamerika. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Hochmoore im östlichen Nordamerika. Der Strauch wächst niederliegend-aufsteigend, dass heißt die Zweige breiten sich am Boden „kriechend“ aus, während die Zweigenden aufgestellt sind.

Die Blätter des Strauches sind ledrig und haben eine Länge von circa 1-2 Zentimetern. Die sich selbst befruchtenden rosa Blüten kommen ab Juni zum Vorschein, allerdings erst im dritten Jahr nach Anpflanzung. Mehr Früchte trägt der Strauch allerdings, wenn die Blüten von einem anderen Cranberry Strauch befruchtet wurden. Kommt Wind auf, bewegen sie sich ähnlich wie der Kopf eines Kranichs, daher stammt auch ihr Name „Crane Berry“ oder eben Cranberry. Der komplette Strauch erreicht eine höhe von 20 cm bis 2 Metern.

Frische und Geschmack


Während der Erntezeit sind in unseren Breitengraden durchaus frische Beeren erhältlich. Ansonsten bekommt man sie getrocknet, tiefgekühlt oder als Saft. Der Geschmack der Cranberry ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Am ehesten lässt er sich als herb süß-säuerlich beschreiben, was nicht unbedingt jeder mag. Die getrockneten und auch die frischen Beeren kann man entweder solo essen oder damit Gebäck herstellen (zum Beispiel Muffins, Cookies oder Früchtebrot). Man kann sie aber auch ins Müsli oder in den Joghurt geben. Getrocknete Cranberries sehen ein bisschen wie Rosinen aus, schmecken aber ganz anders und fruchtiger. Auch den Saft kann man pur genießen oder eben leckere Cocktails oder Smoothies damit mixen. In Amerika ist ein Thanksgiving-Menü ohne Cranberry Sauce fast undenkbar. Beim Kochen nimmt der Vitamin C-Gehalt der Cranberry allerdings stark ab. Außerdem kann man die Beeren einkochen und leckere Marmelade daraus machen.

Einsatz bei den Ureinwohnern als Heilbeere


Cranberrys wurden schon von den amerikanischen Ureinwohnern medizinisch genutzt. Medizinmänner machten zum Beispiel Cranberry-Umschläge bei Wunden, um Entzündungen vorzubeugen. Außerdem wurde mit dem Saft Nahrung haltbar gemacht und Kleidung eingefärbt. Amerikanische Walfänger nahmen die Beeren mit auf ihre Schiffe, um der gefährlichen Skorbut-Erkrankung vorzubeugen. Diese Erkrankung tritt auf, wenn dem Körper längere Zeit das wichtige Vitamin C fehlt. In Cranberrys sind 13,3 mg pro 100g enthalten.

Cranberry Ernte


Geerntet wird die Beere im Zeitraum von Mitte September bis November. Warum gerade November? Die Cranberry ist in Amerika eine beliebte Zutat für jedes Thanksgiving Menü. Vor dem eigentlichen Erntetag werden die Felder geflutet, bis sie circa 45 cm unter Wasser stehen. Am dem Tag lösen die sogenannten „Rührbesen“ (englisch: Egg Beaters) durch den entstehenden Wasserstrudel die Beeren von den Sträuchern. Durch ihre geringere Masse beziehungsweise dadurch, dass sie im inneren vier Luftkammern besitzen, treiben die Früchte an die Oberfläche. Anschließend werden sie von den Bauern zusammengerecht und in riesigen Behältnissen verstaut.

Natürlich können die Beeren auch trocken geerntet werden. Hier kommen mech­a­nische Pflück­ma­schinen zum Einsatz, die die Cranberries von den Sträuchern „kämmen“. Die so geernteten Beeren fallen anschließend in einen riesigen Leinensack, der hinter dem Traktor aufgespannt ist. Seitdem die Cranberry ihren Siegeszug angetreten hat, wird sie auch in Deutschland angebaut.

Cranberry kaufen — Darreichungsformen


Die wohl bekannteste Form, die bei uns in Deutschland erhältlich ist, ist der Cranberry- Saft. Diesen bekommt man sowohl im Supermarkt, beim Discounter,  im Reformhaus oder in der Drogerie. Allerdings sollte man hier ein bisschen aufpassen. Denn oft sind die Säfte stark gesüßt, da der ursprüngliche Geschmack eher herb süß-säuerlich ist. Möchte man also auf seinen Gesundheit achten, sollte man nach einem niedrigen Zuckergehalt schauen. Auf der sichersten Seite ist man mit Direktsaft aus Cranberries. Dieser ist jedoch häufig nur in der Apotheke, online oder im Reformhaus erhältlich. Man kann sein Glück aber auch im Bioladen oder in Online-Shops versuchen.

Eine weitere Darreichungsform sind Cranberry-Kapseln. Diese bestehen in der Regel aus einem Extrakt oder einem Konzentrat in Pulverform, das aus getrockneten Cranberryes gewonnen wird. Häufig werden den Kapseln noch weitere Stoffe zugesetzt, wie Selen, Zink oder Granatapfelpulver. Zu kaufen gibt es diese Kapseln in der Apotheke oder Online. Veganer sollten darauf achten, dass die Kapseln nicht aus Gelatine bestehen.

Sehr beliebt sind Cranberries auch in Tablettenform. Die Herstellung erfolgt ähnlich wie bei den Kapseln, nur dass die Tabletten gepresst werden. Veganer sind mit Tabletten auf der sicheren Seite, da diese in der Regel keine Gelatine enthalten. Weil die Lutschtabletten oft sehr süß sind, kommen sie häufig bei Kindern zum Einsatz. Dabei sollte man allerdings beachten, dass diese keine Bonbons sind! Das Lesen des Beipackzettels ist also Pflicht.

Natürlich gibt es auch noch Cranberry Tee, Extrakt und Dragees und etliche weitere Darreichungsformen. Hier sollte man immer auf eine gute Qualität achten und möglichst Bio kaufen.

Wirkung der Cranberry — Mythen und Fakten


Die enthaltenen Vitamine (insbesondere Vitamin C), Niacin, Carotin und Antioxidanzien sind hervorzuheben. In Sachen Cranberry Wirkung ist die Studienlage allerdings noch relativ dünn. Nachgesagt wird dem Stoff (OPC) aus der Cranberry eine antikanzerogene und Blutdruck senkende Wirkung – diese ist aber nicht wissenschaftlich belegt oder bestätigt.

Das allgemeine Wohlbefinden soll profitieren. Sie enthält Vitamin C, A und K, Kalium und Natrium sowie Proanthocyanidine. Dieser sekundäre Pflanzenstoff soll unter anderem auch den Prozess der Zellalterung verlangsamen. Zudem soll sie sich positiv auf die Mundhygiene auswirken und das Immunsystem stärken. Da es sich bei der Cranberry um ein Lebensmittel handelt, sind gesundheitsbezogene Angaben nicht zulässig und anerkannt.

Cranberry bei Blasenentzündung


Eines der bekanntesten Hausmittel gegen eine Blasentzündung in Omas Trickkiste soll der Cranberrysaft sein. Die Früchte sollen zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen nützlich sein. Durch das Proanthocyanidin, das in den Cranberries enthalten ist, sollen Bakterien daran gehindert werden, sich an den „Wänden der Harnwege anzuheften“.

Unklar ist, welche Mengen an Cranberrysaft getrunken werden müssen um einer Blasenentzündung vorzubeugen, da es keine Daten zur Bioverfügbarkeit gibt. Zumal auch diese Eigenschaft wissenschaftlich nicht bestätigt wurde – lediglich wird der Saft traditionell so angewendet. Allgemein unter Kennern gilt aber ein Liter als Richtwert. Bei einer akuten Blasenentzündung sollte der betroffene Patient sowieso vermehrt Flüssigkeit aufnehmen, damit die Bakterien ausgespült werden. Manche Natur­heil­prak­tiker verordnen die Cranberry hier auch in Kapsel­form. Von einer Anwendung ohne vorherige Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker wird abgeraten.

Weder das Trinken von Cranberry-Saft noch die Einnahme von Kapseln ersetzt einen Arztbesuch. Sollten die Beschwerden sich nicht bessern oder schlimmer werden sollte dringend eine Arztpraxis aufgesucht werden.

Studien zu der Wirkung sind teils widersprüchlich. Einige belegen die Wirkung, einige sagen, dass die Wirkung nur bei jüngeren Menschen auftritt und wiederum andere besagen, dass die Cranberries überhaupt keine Wirkung haben.

Antioxidative Wirkung von Cranberries


Cranberries enthalten Stoffe, die angeblich den Körper vor den sogenannten „freien Radikalen“ schützen sollen. Diese werden Antioxidantien genannt. Die freien Radikale unterstützen die Entstehung von Erkrankungen, wie z.B. Krebs oder Arteriosklerose. Zudem wirken sie negativ auf die Hautalterung. Die Antioxidantien, die in der Cranberry enthalten sind, sollen die Fähigkeit besitzen diese freien Radikale an sich zu binden und sie dadurch unschädlich zu machen. Es gibt hier zwar Studien, aber keine offiziellen Belege. Wie weit diese Wirkung reicht und ob überhaupt, ist bis jetzt wissenschaftlich noch nicht genau erforscht worden.

Cranberry und Magen-Darm Erkrankungen


Forscher des renommierten St. Francis College fanden heraus, dass Cranberrys beziehungsweise der Saft wirksam gegen bestimmte Darmviren sein kann. Getestet wurde die Reaktion auf Magen-Darm Viren, die insbesondere kleinen Kindern gefährlich werden können. Der Haken an der Sache: Die Tests fanden im Reagenzglas statt. Humanstudien fehlen bisher noch.

Es gab weiterhin eine Studie bezüglich der Wirksamkeit bei E.Coli Bakterien. Die in den Cranberries enthaltenen Flavanole und Gerbstoffe können unter Umständen ein Andocken der Bakterien an die Magenschleimhäute verhindern. Dennoch ersetzen die Früchte auch hier nicht den Arztbesuch.

Cranberry Inhaltsstoffe


Wie schon erwähnt enthält Cranberry Vitamin C, A und K, Kalium und Natrium und Proanthocyanidine. Der Vitamin C Gehalt beläuft sich auf ca. 13,3 mg pro 100g. Zudem enthält die Frucht organische Säuren, wie Zitronen- oder Apfelsäure. Dieser Gehalt sorgt dafür, dass die Vitamine und Mineralstoffe noch lange nach der Ernte darin erhalten bleiben. Weiterhin enthält Cranberry Phosphor. Weitere Wirkungen, die der Beere nachgesagt werden, sind allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen und deshalb nicht zugelassen. Unter anderem soll die Cranberry vermeintlich bei folgenden Beschwerden eine positive Wirkung haben:

  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Rheuma
  • Gicht
  • Magengeschwüre
  • Vitamin C-Mangel
  • Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Angina-Pectoris
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Erkältungskrankheiten

Nebenwirkungen der Cranberries:


Die enthaltenen Gerbstoffe können unter Umständen Bauchschmerzen verursachen. Auch wenn keine negativen Wirkungen bei einer Schwangerschaft bekannt sind, sollten Schwangere mit ihrem Gynäkologen sprechen, bevor sie Cranberry Präparate anwenden. Weiterhin sollten Menschen, die unter Nierensteinen leiden, bei diesen Früchten etwas aufpassen. Bestimmte Inhaltsstoffe der Beere können unter Umständen eine Neu­bildung der Steine begünstigen. Zudem kann sich die Frucht eventuell auf die Blutgerinnung auswirken. Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, sollten unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten.

Rezept für einen Cranberry Smoothie

→ 1 Banane
→ 200 Gramm Cranberryes
→ 100 Gramm Heidelbeeren
→ Honig oder brauner Rohrzucker zum Süßen
→ 250 ml Milch (alternativ Mandelmilch oder Sojamilch)

Alle Zutaten in einen Mixer geben und miteinander vermischen. Die Zutaten können natürlich variiert werden.

Cranberry-Saft bildet auch eine gute Grundlage für einen Smoothie. In diesem Fall kann man zum Beispiel kleingeschnittene Mango oder Äpfel hinzugeben. Man sollte einfach ein bisschen rumprobieren, was einem schmeckt.