Das 6-Minuten-Tagebuch – ein Buch, das dein Leben verändert

Ich bin dankbar dafür, dass ich für das Happy Mind Magazine immer so tolle Bücher testlesen und dann darüber schreiben darf.

Das könnte doch direkt mal der erste Eintrag in mein 6-Minuten-Tagebuch sein.

Tagebuch schreiben?! Wer macht denn noch sowas?

Komischerweise hat Tagebuch schreiben immer so einen etwas altbackenen Beigeschmack. Ich zumindest kenne kaum jemanden, der heutzutage noch Tagebuch schreibt. So richtig mit der Hand, auf echtem Papier und mit einem echten Stift. Heutzutage teilt man sein Leben doch über die Social Medias und es wimmelt nur so von Blogs, auf denen geteilt wird, was einem gerade so im Kopf herumschwirrt.

Ich schreibe tatsächlich super gerne mit der Hand, finde es total entspannend. Ganz oft habe ich mir schon ein „total schönes Notizbuch“ gekauft, in das ich dann tolle Lebensweisheiten und was-weiß-ich-was schreiben wollte. Die Betonung liegt auf „wollte“. Das Ergebnis ist eine Sammlung von total schönen Notizbüchern mit einigen wenigen beschrifteten Seiten am Anfang und danach: gähnende Leere. Doch vielleicht hat das 6-Minuten-Tagebuch ja tatsächlich etwas an sich, was mich dazu treibt, dranzubleiben.

Meine Neugierde war jedenfalls geweckt

Obwohl ich am Anfang bei dem Untertitel „Ein Buch, das dein Leben verändert“ ja erstmal kritisch die Augenbrauen hochgezogen habe. Das haben mir viele Bücher zuvor auch schon versprochen, doch geschafft haben es dann tatsächlich nur einige Wenige. Zu Beginn des 6-Minuten-Tagebuchs erklärt der Autor Dominik Spenst erstmal, worum es sich dabei überhaupt handelt und das fass ich jetzt mal für dich zusammen:

Ziel des Tagebuchs ist es, dass man langfristig glücklicher und zufriedener ist. Dafür musst du nur sechs Minuten täglich investieren, drei Minuten am Morgen und drei am Abend. Das ist ein großes Versprechen und hat zumindest bei mir auch hohe Erwartungen geweckt. Der Autor betont, dass das gesamte Konzept des Buches auf tatsächlichen Erfahrungen und Ergebnissen wissenschaftlicher Studien basiert. Im Kapitel „Das Sachbuch“ zu Anfang des Tagebuchs, werden die theoretischen Grundlagen dahinter leichtverständlich erklärt und man merkt, dass in dem Aufbau des Buches nichts dem Zufall überlassen wird, sondern akribisch recherchiert wurde.

Und damit es nicht „nur ein nettes Buch mit einigen wenigen beschriebenen Seiten“ bleibt, gibt es noch einige Tipps.

Zum Beispiel wie man wirklich dranbleibt und sich die Einträge zur täglichen Routine macht. Laut einer Studie dauert es nämlich im Schnitt 66 Tage, bis sich eine neue Routine zu einer festen Gewohnheit etabliert hat. Egal ob es um eine neue Essgewohnheit geht, regelmäßige Sporteinheiten oder auch die tägliche Meditation. Also ganz wichtig: Dran bleiben!

Wie genau funktioniert das Tagebuch?

Zu Beginn gibt es erstmal einen Monatscheck, bei dem du verschiedene Bereiche deines Lebens, wie z. B. Spaß, Gesundheit und „Zeit für dich“ auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten sollst. Alle vier Wochen wird dann verglichen, ob sich der jeweilige Bereich verbessert oder verschlechtert hat.

„Wann hast du das letzte Mal Freudentränen geweint?“

Anschließend soll man dann fünf verschiedene Fragen beantworten, so beginnt jede einzelne Woche. Das sind Fragen, mit denen du dich noch besser kennen lernen sollst und bei deren Beantwortung auch mal Vergessenes oder gar Verdrängtes wieder an die Oberfläche geraten wird. Die Fragen sind kreativ, regen einen zum Nachdenken und manchmal auch zum Schmunzeln an. Hier einige Beispiele: „Welche Entscheidung war bisher die folgenschwerste deines Lebens?“, „Wann hattest du deine heftigste Lachattacke?“ oder „Wenn du morgen mit irgendeiner neuen Fähigkeit aufwachen könntest, welche wäre das?.

Obendrauf gibt es dann jede Woche noch eine Herausforderung, der man sich stellen soll – zum Beispiel so etwas wie

„Tu etwas für eine Person, die niemals damit rechnen würde.“

Drei Minuten am Morgen und drei am Abend = wertvoll investierte Zeit

Nach den Fragen für die Woche folgen dann die Seiten für die jeweiligen Tage. Am Morgen, optimalerweise direkt nach dem Aufwachen, sollst du dir Gedanken zu folgenden Themen machen:

  • Ich bin dankbar für…
  • Was würde den heutigen Tag wundervoll machen?
  • Welche positiven Glaubenssätze kann ich für mich entwickeln?

Bevor du dann schlafen gehst, sollst du noch einmal den Tag reflektieren und Folgendes notieren:

  • Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?
  • Was hätte ich heute besser machen können?
  • Tolle Dinge, die ich heute erlebt habe…

Mein Fazit: Einfach wundervoll

Ich muss sagen, dass ich den ganzen Aufbau und die Idee von dem Tagebuch einfach fabelhaft finde. Das Buch hat einen festen Platz auf meinem Nachttisch und in meiner Tagesroutine bekommen und ich bin total gespannt, was sich im Laufe der Wochen alles verändern wird. Und ich werde direkt noch ein paar mehr kaufen – es ist so ein tolles Geschenk! Mir sind auf Anhieb jede Menge Leute in meinem Umkreis eingefallen, denen es bestimmt genauso gut gefallen wird wie mir.

Das 6-Minuten-Tagebuch* ist erhältlich auf Amazon