Die Kraft der ayurvedischen Gewürze

Instant-Brühe und das schnöde jodierte Tafelsalz sind schon vor Jahren aus meinem Küchenregal geflogen: Ich würze am liebsten mit frischen Kräutern und „echten“ Gewürzen. Und wenn du hier schon ein wenig länger mitliest, dann weißt du ja, dass ich für Ayurveda brenne. Die nahezu magischen Gewürze aus dem Ayurveda schmecken nicht nur köstlich, sie können auch wahre Wundertaten in Sachen Gesundheit vollbringen und – hört, hört! – sogar die im Moment (bei mir definitiv durch die Jahreszeit bedingte) etwas gedrückte Stimmung aufhellen.

Ich werfe in jede Thermoskanne Tee eine Kapsel Kardamom für gute Laune hinein. Probier es mal aus – Kardamom soll tatsächlich die Stimmung verbessern. Und nicht nur das: Er schmeckt außerdem köstlich würzig, ein wenig nach Eukalyptus, und zugleich süßlich und lieblich – einfach lecker!

Natürlich gibt es außer Kardamom noch eine Menge großartig schmeckender Ayurveda Gewürze, die ein paar Power-Eigenschaften mitbringen.

Ich habe für dich eine kleine Übersicht der Wirkungsweisen von ayurvedischen Gewürze zusammengestellt:

  • Kardamom: Wirkt entspannend, zugleich anregend, leicht aphrodisierend, entzündungshemmend und stimmungsaufhellend. Im Ayurveda wird es zur Reduzierung des Pittas eingesetzt. Es regt das Agni (Verdauungsfeuer) an, ohne Pitta (ayurvedischer Konstitutionstyp) zu erhöhen. Dadurch wird ebenso der Stoffwechsel angekurbelt und somit auch die Verdauung.
  • Safran: Auch dieses kostbare Gewürz regt den Appetit und das Agni an, ohne Pitta zu erhöhen. Es kann bei Kopfschmerzen helfen und soll Leber, Herz und Milz stärken. Ebenso wird es zur Stimmungsaufhellung angewandt und wirkt, wie Kardamom, wie ein leichtes Aphrodisiakum. Es soll außerdem Liebe und Mitgefühl fördern.
  • Kurkuma: Das gelbe Pulver mit dem leicht bitteren Geschmack wirkt antiseptisch und antibakteriell, vor allem bei Erkrankungen der Atemwege. Außerdem kann es abschwellend wirken und Schmerzen lindern. Im Ayurveda sagt man ihm eine entgiftende Wirkung nach und dass es die Blutbildung fördert. Allgemein stärkt Kurkuma und reinigt den Organismus.
  • Ingwer: Diese Knolle ist allseits beliebt und bekannt. Ingwer wird bei Erkältungskrankheiten und Übelkeit eingesetzt, denn auch dieses Gewürz wirkt antiseptisch, hilft also bei entzündlichen Prozessen. Es ist ebenso als natürliches Schmerzmittel bekannt und fördert die Durchblutung. Auch Ingwer kann aphrodisierend wirken.
  • Zimt: Dieses Gewürz wärmt immens. Auch bei Erkältungen wird es eingesetzt. Es kann den Blutzucker senken und ist antibakteriell. Sodbrennen kann damit gelindert werden. Zudem ist es sehr ballaststoffreich.
  • Sternanis: Wirkt anregend und zugleich harmonisierend, soll ein ausgezeichnetes Mittel gegen jegliche Art von Magenkrämpfen sein und außerdem die Bronchien bei Reizung beruhigen.