Deutscher Hanfverband (DHV)


Der Deutsche Hanfverband betreibt im Auftrag seiner Fördermitglieder und Sponsoren, Lobbyarbeit für eine bessere Cannabispolitik. Ziel des Vereins ist es, für Cannabis eine legale und verbraucherfreundliche Marktregelung zu erreichen. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen dafür ein, die Diskri­mi­nierung und Verfolgung von Cannabiskonsumenten zu beenden.

Daten & Fakten


Der Deutsche Hanfverband wurde 2002 als eigenständige Abteilung der Agentur Sowjet (Hanf Journal) gegründet. Ende 2004 wurde der DHV dann ausgegründet und wird seitdem als eigenständiges Unternehmen von dem Inhaber und Geschäftsführer Georg Wurth geführt.

Der DHV betreut mit seinen acht hauptamtlichen Mitarbeitern mehrere Tausend Fördermitglieder, die das Unternehmen mit einer regel­mäßigen Jahres­bei­trags­zahlung unterstützen. Der Hanfverband bezeichnet sich selbst als Inte­res­sen­vertretung von Hanffreunden, Legalisierungsbefür­wortern und der le­galen Hanfbranche in Deutschland. Das übergeordnete Ziel ist es, die Legalisie­rung von Hanfprodukten als Genussmittel unter verbraucher­freund­lichen Be­din­gungen zu erreichen, unter klaren Auflagen für den Jugend­schutz. Dabei arbeitet der DHV mit Organi­sationen und Per­son­en aus dem Bereich der Hanf- und Drogenpolitik inhaltlich zusammen.

Adresse & Kontakt


Deutscher Hanfverband

Rykestraße 13

10405 Berlin

Telefon: 030/ 447 166 53

[email protected]

www.hanfverband.de

Leistungen


Um seine Ziele zu erreichen, fokussieren sich die Leistungsbereiche des Deutschen Hanf­verbandes auf die folgenden vier Schwerpunkte: Politik, Medien, Öffentlichkeit und Netzwerk. Der DHV betreibt dabei konkrete politische Lobbyarbeit. Das bedeutet, dass er ständig im Austausch mit diversen Politikern ist und bei parlamentarischen Initia­tiven berät.

Für die Medien dient der Deutsche Hanfverband mittlerweile als regelmäßiger Ansprechpartner für Jour­nalisten, so­wohl für Hintergrundinformationen als auch für Interviews. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes, wird die Bevölkerung über die DHV-Homepage, Email-Newsletter, Facebook, Youtube oder mit diversem Info-Material, welches im Shop zur Verfü­gung gestellt wird, direkt angesprochen. Die Netzwerk­arbeit findet auf den unter­schied­lichsten Veranstaltungen oder während der Kampagnen statt.

Ein Dauerthema für den DHV ist der Kampf gegen alle Formen der alltäglichen Diskriminierung von Hanf­konsu­men­ten, z.B. im Strafrecht, im Führerschein­recht, am Arbeitsplatz oder bei der legalen Anwend­ung von Cannabis als Medizin. Hier setzt sich der Verband mit Hilfe verschiedener Mittel gegen die Diskriminierung ein. Ein weiteres Betätigungs­feld des Unternehmens ist es, Hanf als ökologischen Rohstoff in den Fokus zu rücken. Dazu gehört auch die weitere Erleichterung der medizinischen An­­wendung von Cannabis in Deut­schland.

Ziele des DHV:

  • Hanf als ökologischen Rohstoff fördern.
  • Erleichterung der medizinischen Anwendung von Cannabis.
  • Alltäglichen Diskriminierung von Hanfkonsumenten beenden.
  • Verbraucherfreundliche Marktregelung für das Genussmittel Cannabis.
  • Interessenvertretung von Hanffreunden & Legalisierungsbefürwortern.
  • Blickfeld von Politik und Gesellschaft auf das Geschehen im Hanfmarkt lenken.

PODCAST: Deutscher Hanfverband (DHV) Cannabis & Gesundheit

„Bei Cannabis sprechen eigentlich alle kognitiven, rationalen Argumente für eine Legalisierung“


Ein Interview mit Georg Wurth
vom Deutschen Hanfverband

Wie geht eigentlich Gesundheit? Vor allem, wenn man die jahrtausendealte Hanfpflanze dafür nutzen möchte? Ist Cannabis eine Droge oder doch eine Medizin? Welche Möglichkeiten bietet das Naturprodukt und wie steht es um die medizinische Nutzung in Deutschland? Um dem Thema Cannabis näher auf den Grund zu gehen, haben wir uns den Experten Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband (DHV) eingeladen.

Cannabis – Sprechen Fakten für eine Legalisierung?
Ein Interview mit Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband

PHNjcmlwdCBjbGFzcz0icG9kaWdlZS1wb2RjYXN0LXBsYXllciIgc3JjPSJodHRwczovL2Nkbi5wb2RpZ2VlLmNvbS9wb2RjYXN0LXBsYXllci9qYXZhc2NyaXB0cy9wb2RpZ2VlLXBvZGNhc3QtcGxheWVyLmpzIiBkYXRhLWNvbmZpZ3VyYXRpb249Imh0dHBzOi8va2t6LXJhZGlvLnBvZGlnZWUuaW8vMTItbmV1ZS1lcGlzb2RlL2VtYmVkP2NvbnRleHQ9ZXh0ZXJuYWwiPjwvc2NyaXB0Pg==

Du möchtest wissen, welchen Nutzen die Hanfpflanze mit sich bringt? Dich interessiert, wer von einer Cannabis Legalisierung in Deutschland profitieren würden? Du hast eine Erkrankung und glaubst, dass Cannabisprodukte dir helfen, besser damit zurechtzukomme? Oder möchtest du dich allgemein über gesundheitlichen Vor- und Nachteile der Anwendung von Cannabis informieren? Egal, welchen Standpunkt du zum Thema Cannabis vertrittst, wir klären die Faktenlage in unserer heutigen Podcast Folge.

Wir haben uns den Experten und Inhaber desDeutschen Hanfverbandes, Georg Wurth eingeladen. Herr Wurth wird uns in dieser Episode des Krankenkassen-Zentrale (KKZ) Podcast Rede und Antwort rund um das Thema Cannabis stehen.

Das erwartet dich in dieser Folge

Was der größte Nutzen der Hanfpflanze ist

Was es mit dem Trend des CBD Öls auf sich hat

Welche Vorteile Cannabis als Schmerzmittel hat

Was es mit medizinischem Cannabis auf sich hat

Warum Cannabis als Medikament verschrieben wird

Wie sich der Nutzen von Cannabis international verhält

Was Risiken eines regelmäßigen Cannabis Konsums sind

Woran es liegt, dass Alkohol mehr toleriert wird als Cannabis

Wer in Deutschland am meisten von der Legalisierung profitieren würde

„Cannabis nutzt das körpereigene Canna- binoid System, das eine wichtige Rolle spielt und das ist auch der Grund, warum Hanf so breitbandig einge- setzt werden kann.“

Georg Wurth ist Inhaber und Geschäfts­­führer des DHV und Experte rund um das Thema Cannabis. Seit 1996 beschäftigt er sich intensiv mit der Drogenpolitik und verfolgt mit dem DHV das Ziel, die Cannabispolitik zu ver­bessern.

Foto: © Deutscher Hanfverband

Deutscher Hanfverband Profil

Podcast Gesundheit aktuell

Alle Themen des Podcasts mit dem Deutschen Hanfverband im Überblick:

Der Deutsche Hanfverband ist ein Unternehmen, welches im Auftrag seiner Fördermitglieder und Sponsoren, Lobbyarbeit für eine bessere Cannabispolitik betreibt und eine legale und verbraucherfreundliche Marktregelung für das Genussmittel Cannabis anstrebt. Hinzu­kom­mend setzt sich der Hanfverband dafür ein, die Diskriminierung und Verfolgung von Cannabiskonsumenten zu beenden und bessere Bedingungen für die Nutzung von Cannabis als Medizin zu erreichen. Die Mittel des DHV sind dabei die Öffentlichkeits- und Medien­arbeit, die Verbreitung von eigenem Infomaterial und die direkte politische Lobbyarbeit.

Der größte Nutzen der Hanfpflanzen ist schwer zu bestimmen, da die Pflanze vielfältig genutzt werden kann und somit einige gute Ei­genschaften und Möglichkeiten mit sich bringt. Laut Herrn Wurth (Deutscher Hanfverband) liegt ein enormes Potential in dem Bereich “Hanf als Rohstoff”. Jahr­hunderte lang wurde die Pflanze als Rohstoff, damals unter anderem im Schiffsbau, genutzt. Heute beschränkt sich die Rohstoff­nutzung auf einen Nischenmarkt, da die “Plastikindustrie” Einzug gehalten hat. Eine Rückbesinnung auf den Ursprung würde vor allem umwelttechnisch Sinn machen, da kaum eine Pflanze so schnell nach wächst, wie die Hanfpflanze.

Cannabis ist der lateinische Begriff für Hanf. Von der Pflanzen können nahezu alle Bestandteile ge­nutzt werden. Aus den Stängeln wird zum Beispiel Tierstreu gemacht und die Fasern der Pflanze werden sowohl für Klamotten, als auch für den Innenausbau von Autos genutzt. In der Blüte wiederum stecken die Cannabinoide drin, welche die Nutzung als Medizin oder Genussmittel ermöglichen. Die Samen werden als Nahrungsmittel genutzt und bilden z.B. die Grundlage für das gesunde Speiseöl aus Hanfsamen. Die getrockneten Blüten der Hanfpflanze bezeichnet man als Mari­huana. Den Begriff Haschisch verwendet man für das Harz, welches aus den Pflanzenteilen der weiblichen Cannabispflanze gewonnen wird und durch einen Prozess zu einer Platte oder Blöcken gepresst wird.

In den letzten Jahren ist rund um Cannabis jede Menge passiert: Weltweit erlauben immer mehr Länder die Nutzung von Cannabis zu medizinischen Zwe­cken, auch Deutschland gehört seit März 2017 dazu. Dennoch herrscht in Deutschland bis heute eine große ideologische Hürde. Can­nabis wird von vielen Menschen nur als Droge gesehen. Es gibt noch immer eine große Gegnerschaft in Deutschland, vor allem in den konservativen polit­ischen Lagern.

Cannabis nutzt das körpereigenen Canabinoid System, daher kann Hanf medizinisch breitbandig ein­gesetzt werden. Der Nutzen liegt bei vielen Patienten darin, dass sie die positive Wirkung verspüren ohne Nebenwirkungen zu haben. Die eintretende Entlastung durch Hanf ist oft deutlich spürbar, vor allem bei chronisch Kranken. Vor allem bei Schmerzpatienten wird Hanf derzeit noch am häufigsten angewandt, da hier eine deutliche Verbesserung möglich ist, ohne die massive Vernebelung zu haben, die beispielsweise Opiate mit sich bringen. Cannabis deckt eine enorme Bandbreite an Krankheiten als Heilmittel ab: vom Reiz­darm­syndrom über Glaukom bis hin zur Behandlung von psychischen Problemen, wie Panikattacken. Grundlegend gilt, dass Cannabis ver­schrieben werden kann, wenn eine Aussicht auf Linderung der Symptome nicht völlig abwegig erscheint. Die Studienlage zur Wirkung von Cannabis ist noch sehr unzureichend, da es, anders als bei den Pharmakonzernen, keine Finanzierung gibt. Hier sollten eigen­t­lich öffentliche Forschungen greifen, was aktuell noch nicht der Fall ist. Im Bereich der medizinischen Anwendung wird sich daher bis­lang auf Fallbeispiele, kleinere Studien und eine Vielzahl von Patientenberichten bezogen, welche die Wirkung bestätigen. Dennoch halten sich viele zurück, wie zum Beispiel Ärzteverbände. Einer der Gründe ist die bürokratische Hürde, denn es werden ⅓ der Verschreibungen von der Krankenkasse abgelehnt. Unter den bewilligten ⅔ finden sich fast nur Schmerzpatienten. Dies führt dazu, dass die Ärzteschaft eher geneigt ist Cannabis nur für Schmerzpatienten zu verschreiben. Hinzukommend hat ein Cannabis Rezept Aus­wirkungen auf das Praxisbudget des behandelnden Arztes und vor allem ältere Ärzte, haben oft noch Vorbehalte gegen die Medi­kation mit “Gras”.

Viele Ärzte verschreiben eher noch Opiate zur Schmerzbehandlung als Cannabis. Wobei mittlerweile bekannt ist, dass Opiate gefährlicher sind als der Konsum von Cannabis. Nicht nur, dass die Entzugserscheinung von Opium viel massiver sind und ein stärkeres Abhängigkeitspotenzial gegeben ist, sondern dass diese bei einer zu hohen Dosierung tödlich sein können. In den USA bewirkte die Legalisierung von Cannabis einen deutlichen Rückgang beim Opiatkonsum.

In Kanada ist der private Konsum von Cannabis seit Oktober 2018 legal und es profitieren die unterschiedlichsten Märkte davon. Inn­erhalb Deutschlands würden ebenfalls viele verschiedene Akteure von einer Legalisierung profitieren. Daher liegt der größte Nutzen im Auge des Betrachters. Laut Herrn Wurth haben Konsumenten einen großen Vorteil: Durch einen legalen Verkauf und eine Re­gu­lierung, würde sich die Produktqualität deutlich verbessern und eine Kontrolle nach Streckmittel sowie anderen Aspekten erfolgen. Darüber hinaus würde es keine Strafverfolgung mehr geben. Fragt man jedoch einen Wirtschaftsprofessor, würde dieser natürlich hervor­heben, dass die Wirtschaft auch enorm von einer Legalisierung profitieren würde. Vor allem die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die hohen Steuereinnahmen würde die Wirtschaft ankurbeln und neue Möglichkeiten eröffnen. In Colorado z.B. werden mit den Steuer­ein­nahmen diverse Schulen saniert. Ein weiterer Faktor, vor allem in Deutschland, wäre der Rückgang von Straftaten, die im Zusam­men­hang mit Cannabis stehen.

Herr Wurth sieht es als realistisch an, dass sich in den nächsten Jahren innerhalb der Strafverfolgung von Konsumenten etwas tun wird. Zum Beispiel ist die Herabstufung eines Cannabis Vergehens von einer Straftat auf eine Ordnungswidrigkeit denkbar. Darüber hinaus wird diskutiert, bundesweit einheitliche Grenzen zu setzen, was die Eigenbedarfsmenge angeht. Im Straßenverkehr sollen die Voraus­­setzungen einer sogenannten “Drogenfahrt” angepasst werden, da aktuell auch Konsumenten belangt werden, die nur noch Rest­be­stände im Blut haben. Denn anders als bei Alkohol, baut sich Cannabis zwar zu Beginn sehr schnell ab, jedoch verbleiben nach­weis­liche Reste noch mehrere Tage im Blut, ohne das dies noch eine Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit hat. Es gibt somit viele An­satz­punkte, wo einer unnötigen Strafverfolgung Einhalt geboten werden könnte.

Tipps der Redaktion

Cannabis als Medizin

CBD Öl kaufen

Cannabis auf Rezept

Cannabis international

Cannabis Legalisierung in Deutschland

Hanf – Was die Nutzpflanze kann

KKZ Podcast-Empfehlung

Samira Mousa – Wie ist ein konstruktiver Umgang mit MS möglich?

Quelle: BR | Gut zu wissen | Cannabis als Medizin

Ihr habt Feedback oder Fragen zu unserer aktuellen Episode? Dann schreibt uns gerne an [email protected]