foodwatch e.V.


Foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein und vertritt die Interessen von Verbrauchern und Verbraucherinnen. Dafür entlarvt foodwatch mitunter Praktiken der Lebensmittelindustrie und will diese zu mehr Verantwortung drängen. Ziel ist es gesunde und qualitativ hochwertige Produkte in den Regalen wiederzufinden. 

Daten & Fakten


Gegründet wurde foodwatch im Jahr 2002 und wird heute von rund 90 stimmberechtigten sowie mehr als 37.000 Fördermitgliedern unterstützt. Foodwatch zählt zu den Non-Profit-Organisationen und ist in Deutschland, den Niederlanden sowie Frankreich tätig.

Rund 20 Mitarbeiter sind für den kleinen Verein mit Hauptsitz in Berlin tätig. Seit 2010 besitzt foodwatch sowohl Büros in Amsterdam als auch seit 2014 in Frankreich. Der gemeinnützige Verein finanziert sich durch Beiträge und Spenden von mehr als 37.000 Förderern (Stand 2018). Gelder vom Staat werden dabei grundsätzlich und um die Unabhängigkeit zu wahren, nicht angenommen.

Ausreichend Lebensmittel, gesunde Produkte und mehr Transparenz bilden die Ziele von foodwatch ab. Infolgedessen will die Verbraucherrechtsorganisation erreichen, dass die Lebensmittelindustrie seine Verantwortung erkennt und danach handelt. Desweiteren und um diese Ziele zu erreichen, steht auch die Politik einer gewissen Handlungsaufforderung gegenüber.

Adresse & Kontakt


foodwatch e.V.

Brunnenstraße 181, 10119 Berlin

Telefon: 030 / 24 04 76-0

[email protected]

www.foodwatch.org

Leistungen


Die Non-Profit Verbraucherrechtsorganisation foodwatch kämpft gegen die Lebensmittelindustrie und bringt diese und die Politik in Zugzwang endlich gewissenhafter und verantwortungsbewusster zu arbeiten. Gleichsam vertreten sie die Interessen der Verbraucher und Verbraucherinnen, die sonst schutzlos dem hiesigen Markt gegenüberstehen würden.

Ziele von foodwatch

  • Ausreichend Lebensmittel für eine gesunde Ernährung
  • Lebensmittel dürfen nicht gesundheitsschädlich sein
  • Mehr Transparenz
  • Keine Vermarktung falscher Informationen an Verbraucher
  • Was macht foodwatch?
  • Erstellung von Recherchen und Analysen
  • Aufdeckung von „Werbelügen“
  • Verantwortliche beim Namen nennen
  • Politik in die Verantwortung nehmen

PODCAST: foodwatch – Kinderernährung vs. Lebensmittelindustrie

„Mehr Verantwortung im Supermarkt“


Ein Interview mit foodwatch

Wie geht eigentlich Gesundheit? Vor allem für Kinder? Wie kann man bei all den vermeintlich gesunden Kinderlebensmitteln eine gesunde Ernährung sicherstellen und welchen Einfluss hat die Lebensmittelindustrie darauf wirklich?

Warum gesunde Kinderernährung immer schwieriger wird
Ein Interview mit Dario Sarmadi von foodwatch

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Kennst du das auch? Du läufst durch den Supermarkt auf der Suche nach gesunden Produkten für deine Kinder und überall lächeln dich bunte Verpackungen mit vielversprechenden Werbeslogans an? Du fühlst dich überfordert von der Fülle an Angeboten und bist dir nicht sicher was nun wirklich gesund ist?

Vielleicht fragst du dich auch manchmal: Woran liegt es eigentlich, dass es immer schwieriger wird eine gute Balance zwischen gesunder Ernährung und den Lieblingsprodukten deiner Kinder hinzubekommen.

In der heutigen Folge des Krankenkassen-Zentrale (KKZ) Podcast gehen wir genau diesen Fragen auf den Grund und haben uns dafür professionelle Verstärkung eingeladen. Dario Sarmadi von foodwatch wird uns heute Rede und Antwort stehen.

Das erwartet dich in dieser Folge

Warum Kinderernährung so ein zentrales Thema ist

Wie eine gesunde Kinderernährung konkret aussehen kann

Warum man eigentlich keine speziellen Kinderernährungsprodukte braucht

Warum die Verantwortung für eine ausgewogenen Ernährung nicht nur bei den Eltern liegt

Wie die Lebensmittelindustrie ihrer Verantwortung besser nachkommen könnte

Warum es in der heutigen Gesellschaft wichtig ist, eine Organisation zu haben, die sich für die Rechte von Verbrauchern einsetzt

Warum es wichtig ist genau darauf zu achten, was in den Lebensmitteln unserer Kinder enthalten ist

kämpfen für das Recht auf qualitativ gute und gesundheitlich unbedenkliche […] Lebensmittel.”

Dario Sarmadi ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei foodwatch. Der gemeinnützige Verein, setzt sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln auseinander.

Foto: foodwatch/Darek Gontarski

Foodwatch e.V. Profil

Podcast Gesundheit aktuell

Alle Themen des Podcasts mit Dario Sarmadi von Foodwatch e.V. im Überblick:

Die Zahl der fettleibigen Kinder hat sich seit den 70er Jahren auf rund 120 Millionen erhöht und damit verzehnfacht. Fast 15 Prozent der deutschen Kinder sind entweder übergewichtig oder sogar adipös. Laut foodwatch mag das mitunter daran liegen, dass ca. 75 Prozent der Produkten in unseren Supermärkten, welche sich explizit an Kinder richten, unausgewogene Inhaltsstoffe inne haben und nicht halten was sie versprechen. Der Großteil dieser Produkte wurde von der Lebensmittelindustrie als profitable Nische entwickelt, da Kinder ab dem ersten Lebensjahr eigentlich das gleiche Essen sollten und könnten, wie Erwachsene.

Foodwatch plädiert für ein Ampelsystem, welches Verbrauchern das Einkaufsverhalten erleichtern würde. Auf einen Blick wäre erkennbar, wie viel Zucker, Fett und Salz in den einzelnen Produkten enthalten wäre und ob die angegebene Menge gut, neutral oder grenzwertig ist. Dieses Vorgehen wurde in Deutschland von der Lebensmittelindustrie bis dato jedoch unterbunden. Sowohl in Frankreich, als auch in Großbritannien wurde das Ampelsystem erfolgreich und freiwillig eingeführt und erleichtert Verbrauchern ihre Einkaufswahl. Ein weiterer positive Aspekt wäre unter anderem auch die erhöhte Motivation seitens der Hersteller keine rot markierten Produkte zu listen.

Die Lösungsansätze von Foodwatch berufen sich auf verschieden Präventionsformen. Es gibt den Ansatz der Verhaltensprävention, welcher unter anderem an Schulen durchgeführt wird. In Form von Ernährungsführerscheinen wird probiert die Kinder für eine gesündere Ernährung zu sensibilisieren. Dadurch wird jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung erreicht. Ein erfolgreicherer Ansatz ist die Verhältnisprävention. Hier wird versucht die Umwelt in der wir leben zum positiven zu verändern. Grundlegend sollte die gesunde Wahl, die einfachere Wahl sein. Dafür braucht es neue Produkte am Kiosk, in Supermärkten und in Cafés.

Foodwatch will den Menschen nichts verbieten oder irgendwem Vorschriften machen. Der Verein appelliert sowohl an die Verantwortung der Eltern, als auch an die Mitverantwortung der Lebensmittelindustrie und der Politik. Gemeinsam sollte für mehr Transparenz und Verantwortung im Supermarkt gesorgt werden. Das „vorsätzliche“ Bewerben ungesunder Produkte kann und sollte langfristig in der Art und Weise nicht bestehen bleiben.

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Quelle: Stiftung Warentest

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