3 Immun-Booster für den Herbst: Yoga, Pranayama, ätherische Öle

Der ein oder andere mag noch gar nicht an den Herbst denken, aber ich freue mich auf den Herbst. Ich bin ein großer Fan dieser Jahreszeit. Schön, dass wir hier Jahreszeiten haben! Immer nur Sommer wäre nicht mein Fall. Wenn ich an den Herbst denke, dann sehe ich vor meinem dritten Auge bunte Blätter an den Bäumen, Kastanienmännchen, aufsteigende Drachen, Kürbissuppe, Kuschelsocken und benutzte Taschentücher. Sorry, dass ich die Idylle störe, die da vielleicht gerade auch bei dir visualisiert wurde, aber der Herbst ist leider auch die Zeit, wo rote Schnupfnasen, kratzende Hälser und Erkältungen keine Seltenheit sind. Unser Immunsystem findet auch die nahende Zeitumstellung nicht gut und oftmals brauchen wir hier einfach extra Immun-Booster.

Unser Immunsystem ist komplex

Es ist ein System aus dem Zusammenspiel von Zellen, Signalstoffen und Geweben. Neben dem Nervensystem gehört es zu den komplexesten Systemen des Körpers und ich erinnere mich sehr gut daran, wie mein Immunsystem vor Jahren als junge Mutter völlig im Eimer war. Ich hatte ein Kind, welches 3,5 Jahre nicht durchschlief und ich nahm jeden Infekt mit. Mit Kleinkind kam ich so auf 1 -2 Infekte im Monat. Ich war erschöpft und gefangen in einem Teufelskreis. Ist das Immunsystem erstmal aus den Fugen geraten, sollte man sich geduldig und gut um dieses kümmern. Das gilt natürlich nicht nur für junge Mütter, sondern für alle Menschen. Es gibt Phasen, da ist es besonders wichtig seine Immunabwehr zu stärken. Wir wünschen uns doch wirklich, wenn die anderen um uns herum das Hüsteln und Schnupfen anfangen, dass dieser Kelch an uns vorüberzieht. Klar kannst du innerlich ein Mantra rezitieren „möge ich gesund sein“, „mögen die Viren an mir abprallen“ und „mögen die Infektweitergeber dem Großraumbüro und der S-Bahn fernbleiben“ aber ich rate dir dazu noch mehr zu tun. Prävention ist immer noch besser, als wenn der Hustendrops gelutscht wird.

Yoga

Die Yoga-Schatztruhe ist groß. Es gibt mehrere Haltungen, die auf das Immunsystem wirken. Wenn wir uns aber für nur eine Asana entscheiden müssten, die wir hierzu üben wollen, dann ist das die sitzende Vorbeuge Pashimotanasana. Im Sitzen kann man diese länger halten und sie lässt sich sehr gut für alle Körpertypen anpassen und sie lässt sich morgens und abends auch prima im Bett üben. Du kannst sie also ganz regelmäßig üben, wie tägliches Zähneputzen und sie lässt sich so prima in deine Morgen- oder und Abendroutine integrieren. Also nicht erst hübsch machen, keine Matte ausrollen, einfach im sitzen vorbeugen und vorgebeugt sein.

  • Du sitzt im Langsitz, die Beine gestreckt oder bei Bedarf mit leicht gebeugten Knien.
  • Mit der Ausatmung beugst du deinen Oberkörper aus dem Becken vor.
  • Je nach Flexibilität lege deine Hände auf den Beinen ab oder greife deine Füße. Es darf sich ruhig bequem anfühlen, gehe nur so weit, dass du gut atmen kannst.
  • Bloß keinen Stress und nicht zu sehr pushen.
  • Es wäre toll, wenn du die Haltung für ca. 10 Atemzüge halten kannst, bevor du sie wieder auflöst.
  • Die Vorbeuge wirkt stark auf die Bauchorgane und harmonisiert die Verdauung. Das es gut ist, wenn es dem Darm gut geht, wissen bestimmt schon viele. Die Haltung regt die Nieren und Leber an und fördert so den Abtransport von Schadstoffen. Beim längeren Halten wird die Bauchspeicheldrüse angeregt und Enzyme werden freigesetzt. Das alles unterstützt dein Immunsystem.

Pranayama

Auch hier gilt, lieber regelmäßig Pranayama, als im Pyjama krank im Bett. Atemtechniken aus dem Yoga gibt es viele. Keine Sorge hochkompliziert wird es nicht. Beim Wechsel der Jahreszeiten empfiehlt sich eine ausgleichende Atemübung. Wir nutzen die Wechselatmung „Nadi Shodhana“, um in Balance zu bleiben. Es bringt oder hält dich in deinem Rhythmus, bitte nicht verwirren lassen von der deutschen Übersetzung. Die Übersetzung ist nur ein Hinweis auf die Ausübung.

  • Du atmest im Wechsel durch das linke und rechte Nasenloch.
  • Die Wechselatmung reinigt die Energiekanäle und erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut.
  • Eine genaue Anleitung findest du hier.

Ätherische Öle

Die geballte Pflanzenkraft in ätherischer Form, ist eine hervorragende Möglichkeit das Immunsystem zu stärken. Es steckt so viel Power in einem guten Öl. Ätherische Öle werden durch Pflanzenteile gewonnen, die entweder destilliert oder kaltgepresst wurden. Es ist so viel Energie in konzentrierter Form. Man möge sich mal vorstellen, dass in einem Tropfen 100 % reinem Pfefferminzöl, die Wirkkraft von 28 Tassen Pfefferminztee gleichzusetzen ist. Um das Immunsystem zu boosten hat sich eine Kombination aus Wild Orange, Rosmarin, Eukalyptus, Nelke und Zimt bewährt.

  • Wild Orange – gegen Stress
  • Rosmarin – wirkt entgiftend, antibakteriell
  • Eukalyptus – gut bei Atemwegsinfekten und bei Entzündungen
  • Nelke – wirkt antioxidant
  • Zimt – wirkt antiviral

In einem Aroma Diffusor vernebelt sorgt es für keimfreie Luft, mit einem Trägeröl unter den Fußsohlen aufgetragen ist es eine gute Prävention.

Anfang des Jahres schlug die Grippewelle lange um sich. Sie soll dich nicht packen. Wir wollen gut durch die dunkle Jahreszeit kommen, um die Vorzüge von gemütlich lesend auf dem Sofa, Bastelstunden mit den Kindern und unsere Yogapraxis zu genießen.