Innere Reise: Sei ein Held, eine Heldin

Für viele ist das letzte halbe Jahr wie im Flug vergangen, die Welt drehte sich weiter und man war aufgrund der Ereignisse, wie in einer Zwischenzeit gefangen. Der Alltag ist so gut wie gewohnt zurückgekehrt und der Wunsch nach Urlaub, Sommer, Sonne, Strand und Abenteuer wird immer präsenter. Nur dieses Wegfahren, das zeigt sich noch schwierig bis unmöglich. Ich biete dir eine Option an, die du egal an welchen Ort und Uhrzeit machen kannst. Eine Reise, so wunderschön und unberechenbar!

Freiheit

Ja die Freiheit ist essenziell. Sie steht für Unabhängigkeit, losgelöst sein von Zwängen, kein Druck, Machen was man will, wie man will, wo und wann man will! Das Selbst bestimmt. Für viele die Yoga praktizieren geht die Begrifflichkeit Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes noch mindestens eine Schicht tiefer.

„Raum gehört zu den Dingen, die wir mit Freiheit assoziieren.“ – so meint Iyengar unter anderem den Raum den wir mit der bewussten Bewegung von Körper und Geist, also Asana- und Pranaya-Praxis, erschaffen. Und zwar: Raum im Innern!

Energie und das Gewahrsein, das genaue Hineinspüren ermöglicht es die Unwissenheit, das Unbekannte – avidya – zu verbannen. Damit ist eine subjektive Erfahrung gemeint, die geschieht, wenn ich meine Asanapraxis bewusst ausübe, die einzelne Körperregionen ins Visier nehme, dann tiefer mit der Atmung zu lenken beginne, auch hier spüre – wo dehnt sich der Körper mit der Atmung auf und dann ja wie könnte es auch anders sein, noch tiefer die Verbindung suche zum emotionalen Körper bis tief hinein zu unserem inneren Kern.

einem solchen Ausmaß und bis zu dieser Ebene zu praktizieren, und dann nach wie vor mit dem Ego belastet und durch das Ego behindert zu bleiben.“

Wer bist du?

„Wir sollten ganz natürlich, wie ein glückliches, vertrauensvolles Kind sein. Die Seele strebt nichts mehr an, als sich auszudehnen und unser ganzes Sein zu erfüllen.“ Iyengar Um ganz ehrlich zu sein, das ist einer meiner liebsten Sätze aus dem Buch „Licht fürs Leben“ von B.K.S. Iyengar. Es stellen sich für mich die Fragen: Wie bin ich, wer bin ich und wie fühlt sich dieses „noch Kind sein“ an. Wie ist dieses Sein: Unbekümmert und würdevoll, manchmal selbstliebend und umsorgend, so wie man eben Kinder beobachten kann, wie sie auf sich schauen in dem sie Nähe suchen und auch einfordern, Trost benötigen und ganz klar ihren Unmut, Wut, Ärger,… ausdrücken.

Komm dir näher

Eine Möglichkeit sich selbst näher zu kommen ist Bewegung. Bewusste Bewegung. Konzentration auf sich, auf die Atmung, spüren. Das muss nicht immer Muskelkraft sein. Die Gedanken sind frei! Der Schritt, der hier interessant ist, ist dieses sich näherkommen. Das genaue Hinsehen – wie möchte ich mich ausdrücken, wie kann ich mich ausdrücken. Zwischen wollen und sein sind große Unterschiede.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten! Oft orientieren wir uns an dem, was gerade In ist und gleichzeitig wollen wir uns nicht blamieren. Das heißt, man wagt einen kleinen Schritt nach außen, um zwei zurückzugehen. Wieso nicht was anderes probieren? Warum der Norm entsprechen und auch, warum nicht nicht der Norm entsprechen? Ja genau – richtig gelesen. Vor allem an mir beobachte ich gerne die Einstellung „Bah das machen doch alle. Dieses Angebot gibt es ja schon, wieso sollte sich jemand für mein Zeugs interessieren.“ Und schon ist die Tür geschlossen und man bleibt im selben Raum schmollend sitzen. Mein Rat: denke dich weiter!

Schreibimpuls

Schreibe! Du bist der Held, die Heldin deiner Geschichte. Kreiere eine für dich wundervolle Gestalt, Charakter, Aussehen, Eigenschaften. Und löse eine Aufgabe, ohne sie zu benennen. Beschreibe, wie du dich dabei gefühlt hast. Wie du das geschafft hast.

Zum Beispiel: Karl Gustav Friedrich Soundso ritt eines Abends den bevorstehenden Sonnenuntergang im Blick die Dünen entlang. Plötzlich war er gefordert, dies das und jenes war zu tun. Er überlegte und grübelte. Er war ja wirklich ein guter Denker. Ja das konnte er wirklich. Mutig mit wallendem Haar, bewaffnet mit einer Ukulele spielte er die ersten Akkorde. Drrring. Drrring. So schöne wunderbare Melodien. Jedes einzelne Herz wurde dabei erwärmt. Dies das und jenes war erledigt, erobert, gefallen, erfüllt.

Und Karl Gustav Friedrich Soundso ritt mit stolzer Heldenbrust in den Sonnenuntergang. Der Clou ich habe einfach drauf los geschrieben – und nun weiß ich für mich: Ukulele Spielen ist großartig. Tief in meinem Herzen möchte ich das Instrument spielen können, um na man kann sich denken, um Herzen zu erwärmen, und es würde mich vermutlich mit Stolz erfüllen.

Conclusio

Auf was ich raus will. Nimm dich nicht zu ernst. Arbeit mit dem, was du hast. Dein Körper deine Atmung. Dein Gespür. Lehn dich ein klein weit aus deinem Seelenfenster und werde kreativ. Probiere Neues. Schreibe deine Heldengeschichte. Völligst spontan, ohne darüber nachzudenken! Und picke dir die einzelnen positiven Elemente raus. Sei unbekümmert wie ein Kind und mach dir deine eigenen Yogapraxis zu Nutze – spüre in dich hinein Schicht für Schicht und zeige dein Inneres! Ich lass mir nun die Haare wachsen, schnapp mir eine Ukulele und Drrrrring.