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Kokosöl – Anwendung & Wirkung


Kaum ein Öl ist so vielseitig wie Kokosöl. Es wird in der pharma­zeutischen Industrie eingesetzt, um Salben und oral anzu­­wen­dende Arznei­stoffe zu bereichern. Zudem kann es zur Körper­pflege beitragen und in be­grenz­tem Um­fang als Sonnen­­schutz dienen. Aber damit nicht genug, denn das Fett aus dem Frucht­fleisch der Kokosnuss soll Haut­­erkran­kungen positiv beein­flussen sowie beim Zähne­putzen helfen. Allerdings ist Kokos­­öl nicht unum­stritten. Um den Umwelt­­gedanken weiter zu tragen, eignet sich des­halb ein Bio-Kokosöl, das fair gehandelt wird.

Kaufberatung kurz und knapp – Das Wichtigste zu Kokosöl


Vorteile

  • Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
  • Gut verträglich für Haut- und Haarpflege
  • Einfache Anwendung auch bei Hunden


Nachteile

  • Nichts für dünnes oder schnell fettendes Haar
  • Nachhaltigkeit in der Herstellung wird oft nur mangelhaft berücksichtigt


Qualitätsmerkmale für Kokosöl

  • Angenehmes leichtes Kokosaroma im Geschmack und Geruch
  • Rückstandlose Absorption auf der Haut
  • Herstellungsverfahren: Kaltpressung
  • Laurinsäuregehalt: 50-60%
  • Feuchtigkeitsgehalt sollte nicht über 0,1% liegen
  • Keine chemischen Veränderungen oder Zusatzstoffe
  • Qualifizierte Bio-Siegel weisen gute Qualität aus

Bezeichnung Kokosnussöl

Rohstoff fürs Öl

Cocos nucifera L. (Arecaceae), Kokospalme

Ölart

Pflanzenöl

Anbaugebiete

Tropengebiete (z.B. Indien, Philippinen, Sri Lanka)

Herstellung

Ölgewinnung durch das Auspressen des Nährgewebes der Kokosnuss

Farbe

Weiß, gelblich

Geruch

Mild, leichte Kokosnote

Geschmack

Nach Kokos

Lagerung

Kühl und lichtgeschützt

Haltbarkeit

1-2 Jahre

Verwendung

  • Pharmazie und Medizin
  • Kosmetik
  • Zum Kochen

Nebenwirkungen

In hohen Mengen können die enthaltenen gesättigten Fettsäuren
das Herzinfarktrisiko steigern und Blutwerte negativ beeinflussen

Wechselwirkungen

Nicht bekannt

PREIS pro 100 ml

4 bis 9 €

Kokosöl: Anwendung & Inhaltsstoffe


Kokosnussöl ist sehr vielseitig anwendbar und eignet sich für Folgendes:

  • Hautpflege und Sonnenschutz
  • Haarpflege
  • Intimpflege
  • Zahnpflege
  • Zubereitung von Speisen
  • Nahrungsergänzung und Fellpflege für Tiere

Die Inhaltsstoffe von Kokosöl


Kokosöl enthält verschiedene Fettsäuren und Sterole sowie folgende Inhaltsstoffe:¹

  • Aminosäuren
  • Kalium
  • Natrium
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Eisen
  • Vitamin E
  • Niacin
  • Phytosterine
  • Riboflavin
  • Lactone

Fettsäureprofil


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Ist Kokosöl gesund?


Kokosölen wird nachgesagt, dass sie sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. So sollen Extrakte aus der Kokosnuss gesundes Abnehmen unterstützen, die Immunität verbessern, die Herzgesundheit fördern und das Gedächtnis optimieren.² Die Vorzüge der äußeren Anwendung gelten beinahe als unumstritten. Ausgewählte Studien gehen davon aus, dass die erwarteten Gesundheitseffekte durch eine innere Einnahme sich nicht alle bewahrheiten. Scheinbar ist Kokosöl keine geeignete Nahrungsergänzung, um den Abnehmerfolg zu unterstützen.³

Die vermutete förderliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System scheint ebenfalls nicht haltbar zu sein. Die American Heart Association (AHA) hat eine Studie durch­geführt, wonach Kokosöl das un­erwünschte LDL-Cholesterin im Blut erhöht.

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Dafür wird der hohe Anteil an ge­sättigten Fett­säuren im Kokosöl verant­wortlich gemacht. Problematisch ist, dass hohe LDL-Werte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.

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Welche Qualitätsmerkmale sprechen für ein gutes Produkt?

  • Geruch und der Geschmack sind dezent bis neutral
  • Anteil der enthaltenen Laurinsäure: 50 – 60%
  • Verpackung ist schadstoffarm
  • Bio- oder Fairtraid-Siegel beachten

  • Das Öl ist nicht chemisch verändert worden (z.B. gebleicht oder gehärtet)
  • Herstellungsverfahren: Kaltpressung
  • Feuchtigkeitsanteil ist nicht höher als 0,1%
  • Wird das Produkt auf Rückstände untersucht?

Kokosöl für die Haut- und Haarpflege


Kokosöl für die Hautpflege ist eine gute Idee. Viele Anwender berichten davon, dass sich trockene Haut mit den Inhaltsstoffen aus der Kokos­nuss gut behandeln lässt. Scheinbar kann Kokos­fett auch die Beschwerden bei Haut­erkrankungen wie Neuro­dermitis lindern. Durch die An­wendung sollen Spannungs­gefühle und Juckreiz deutlich gemildert werden. Patienten mit Rosazea, bei der es zu Haut­verdickungen und Rötungen kommt, berichten von einer guten Wirkung des Kokosöls. Auch für die Intim­pflege wird Kokosfett genutzt. Wer Kokosöl als natürlichen Sonnenschutz verwenden möchte, sollte beachten, dass der Lichtschutzfaktor nur bei etwa 8 liegt.

Viele Menschen leiden unter trockenen und brüchigen Haaren. Kokosfett verspricht Abhilfe, indem es dem Haar Feuchtigkeit und Glanz verleiht. Es kann im Rahmen einer Spülung, einer Kur oder als „Leave in“ für spröde Spitzen dienen.

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Für die Natur: Kokosöl in Bio-Qualität, fair gehandelt


Nachhaltigkeit und ein ver­antwort­ungs­voller Umgang mit Pflanzen­ölen sind wichtig.12 Ein Bio-Kokosöl, das fair ge­handelt wird, kann ent­scheidend dazu beitragen, dass alle Be­teiligten in der Wert­schöpfungs­kette und auch die Umwelt nicht zu kurz kommen.

Mundpflege mit Kokosöl


Ölziehen hat einen festen Platz in der ayurvedischen Heilkunst. Auch hierzulande gurgeln und spülen immer mehr Menschen mit Öl. Das Ziel ist, die Zähne, das Zahnfleisch und den gesamten Organismus zu stärken. Das Kokosöl muss dafür auf eine Temperatur von knapp 30°C gebracht werden, da es erst dann vom festen in einen flüssigen Zustand übergeht.

Verschiedene Studien haben sich damit beschäftigt, welchen Effekt Kokosnussöl im Mund entfaltet. Dabei konnte festgestellt werden, dass eine Anwendung mit Kokosöl die Anzahl bestimmter Bakterien senkt, und zwar genauso gut wie die chemische Mund­spülung Chlorhexidin. Genauer gesagt geht es dabei den Bakterien Streptokokkus Mutans an den Kragen, die sich im Speichel befinden und Mundgeruch verursachen können.

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In einer anderen Untersuchung konnte Ölziehen mit dem Fett aus der Kokosnuss der Bildung von Plaque und damit einer Zahnfleisch­entzündung entgegenwirken.

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Kokosöl werden antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Zudem ist es scheinbar in der Lage, durch die enthaltene Laurinsäure ein saures in ein basisches Milieu umzuwandeln. Nicht zuletzt könnte Kokosfett dabei helfen, auf sanfte Weise Verunreinigungen auf den Zähnen zu entfernen. Das Ergebnis: einen Tick hellere Zähne, sofern regelmäßig mit Kokosöl geputzt wird.

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Ein Wundermittel für weißere Zähne ist das Öl jedoch nicht.

Kochen und Backen mit Kokosöl


Oft werden Rezepte mit Kokosöl verfeinert. Tatsächlich sind Kokosflocken und Co. sehr beliebt in der Küche. Entscheidender Vorteil: Kokosöl zum Braten oder Backen eignet sich hervorragend, da es stark erhitzt werden kann. Das ist den enthaltenen gesättigten Fettsäuren zu verdanken. Zudem entstehen aus den gesättigten Fettsäuren, die überwiegend im Kokosöl enthalten sind, keine Transfettsäuren. Das ist auch gut so, denn Transfettsäuren gelten als ungesund.

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Können Hunde und Katzen Kokosöl essen?


Grundsätzlich kann Hunden und Katzen Kokosöl in das Futter gegeben werden. Allerdings vertragen nicht alle Tiere die Beigabe. So kann es vereinzelt zu Unverträglichkeiten in Form von Magen-Darm-Problemen kommen. Besitzer sollten sich deshalb langsam an die richtige Menge herantasten. Nicht selten wird dazu geraten, das Fell mit Kokosöl einzustreichen, sei es für die Pflege oder zur Abwehr von Zecken, Flöhen und Milben. Kokosöl kann durch die enthaltene Laurinsäure scheinbar tatsächlich dabei helfen, Zecken auf Abstand zu halten.

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Für das Katzenfell ist Kokosöl aber nur begrenzt empfehlenswert. Die Haustiere können sich irritiert zeigen und mit einem übermäßigen Putzverhalten reagieren.

FAQ – die häufigsten Fragen zu Kokosöl


Viele Menschen reagieren allergisch auf Inhaltsstoffe von herkömmlichen Zeckensprays oder -lotionen. Kokosöl verspricht hier eine echte Alternative zu sein: Wissenschaftler der FU Berlin haben herausgefunden, dass die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure in der Lage ist, Zecken abzuwehren.13 Der Schutz hält bis zu 6 Stunden an. Kokosöl kann auch bei Hunden oder Pferden als Schutz vor Zecken angewendet. Hierfür einfach das Kokosfett in den Händen verteilen und in das Fell des Tieres massieren. Katzen reagieren hingegen oft irritiert und mit übermäßigem Putzen auf das aufgetragene Öl.

Lesen Sie mehr über den gesundheitlichen Nutzen von Kokosöl.

Kokosöl besteht zum größten Teil aus gesättigten Fettsäuren und legt sich wie ein Film um die einzelnen Haare. Spröde und trockene Haare fühlen sich nach einer Behandlung mit Kokosöl weicher und geschmeidiger an. Wer jedoch eher dünnes und fettiges Haar hat, sollte auf Kokosöl als Haarpflegemittel verzichten. Es würde das Haar beschweren und fettig erscheinen lassen.

Lesen Sie mehr über den gesundheitlichen Nutzen von Kokosöl.

Im Lebensmittel- und Onlinehandel sowie bei Drogeriemarktketten wie dm und Rossmann ist Kokosöl erhältlich. Im Sinne der Nachhaltigkeit und der Qualität sollten Konsumenten beim Kauf auf das Bio-Siegel achten.

Erfahren Sie mehr über den gesundheitlichen Nutzen von Kokosöl.

Fraktioniertes Kokosöl wird von der Haut gut aufgenommen und eignet sich deshalb ideal für äußerliche Anwendungen. Zudem ist es komplett löslich und besitzt weder Farbe noch Geruch.

Erfahren Sie mehr über die Kokosöl Inhaltsstoffe.

Kokosöl schmeckt wider Erwarten nicht nach Kokosnuss. Stattdessen kann der Geschmack als neutral bezeichnet werden.

Lesen Sie mehr über die Kokosöl Inhaltsstoffe.

Weitere Tipps unserer Redaktion: 


Studien und Quellen zum Thema Kokosöl

  • https://www.springer.com/de/book/9783211756072
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29974400/?from_term=coconut+oil&from_pos=1
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31707063/?from_term=coconut+oil&from_filter=years.2019-2019&from_pos=1
  • https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIR.0000000000000510
  • https://www.test.de/Kokosoel-im-Test-5211678-5211680/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27084861/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4382606/
  • https://praxistipps.focus.de/mit-kokosoel-zaehne-putzen-das-steckt-dahinter_115827
  • https://utopia.de/ratgeber/kokosoel-fuer-die-haare-tipps-fuer-schoenes-und-gesundes-haar/
  • https://www.foodwatch.org/de/frage-des-monats/2014/kokos-oel-soll-sehr-gesund-sein-obwohl-es-doch-hauptsaechlich-gesaettigte-fettsaeuren-enthaelt-wie-kann-das-sein/
  • https://www.stern.de/gesundheit/haut/kokosoel-gegen-zecken–sicherer-schutz-fuer-mensch-und-tier-9242422.html
  • https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Studie_Auf_der_OElspur.pdf
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18397516/