Manuka Honig Wirkungen und Anwendungen

In der neuseeländischen Erfahrungsheilkunde ist Manuka Honig schon seit Jahrhunderten bekannt. In den letzten Jahrzehnten wächst das Interesse auch auf wissenschaftlicher Seite. Mit Manuka Honig hat sich ein Heilmittel gefunden, welches natürlich wirken und keine nennenswerten Nebenwirkungen verursachen soll.

Um die Wirkung des Honigs zu verstehen, muss man zunächst die Manukapflanze, auch einfach als Manuka oder Südseemyrte bekannt, betrachten. Die Ureinwohner Neuseelands nutzten Manuka seit jeher zur Verarztung ihrer Krieger. Aus Blättern und Rinde wurden Aufgüsse und Pasten zubereitet, mit denen Verbrennungen, Wunden und Entzündungen behandelt, aber auch Magen-Darmbeschwerden, Erkältungen und Hautkrenkheiten versorgt wurden.

All diese Beschwerden vermochten die Maori mit einem Sud aus unterschiedlichen Pflanzenteilen zu kurieren. Heute geht man davon aus, dass die Heilwirkung auf die enthaltenen ätherischen Öle, den Methylglyoxalgehalt und weitere Pflanzenstoffe zurückzuführen ist, die antibakterielle und antientzündliche Wirkungen zeigen sollen.

Entdeckung der Heilwirkung des Manuka Honigs

Erstmals entdeckt wurde die Heilwirkung von Manuka von dem aus England stammenden Botaniker Joseph Banks (1742-1820), der Mitte des 18. Jahrhunderts James Cook auf einer Weltumsegelung begleitete. Der Manuka Honig ist dagegen eine Entdeckung der Neuzeit (19. Jahrhundert).

Erst seit etwa 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit dem Manuka Honig und seine Heilwirkungen. In der TU Dresden wurde erstmals der Inhaltsstoff Methylglyoxal für die hohe antibakterielle Wirkung verantwortlich gemacht. Mittlerweile wird der Manuka Honig in klinischen Studien erforscht und bei bestimmten Erkrankungen angewendet.

Honig hat augenscheinlich eine erstaunliche Wirkung auf unsere Gesundheit. Zu dieser Einsicht ist zumindest die Wissenschaft gekommen. So wird an zahlreichen Studien zur Wirkung des Manuka Honigs geforscht. Der Manuka Honig aus Neuseeland soll ein unvergleichlich hohes Potential an antibakterieller Wirkung haben.

„Wenn die Bienen einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“

Albert Einstein

Schon die Maori nutzten die „Manuka-Apotheke“

Aus der Südseemyrte wird neben Manuka-Honig auch das Manukaöl gewonnen. Beide Produkte enthalten ätherische Öle, die scheinbar entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften aufweisen. Bereits im 18. Jahrhundert konnte der bekannte Botaniker Joseph Banks bei den Maoris beobachten, wie diese verschiedene Pflanzenteile der Manuka-Pflanze nutzten, um unterschiedliche Krankheiten zu kurieren. So hat man die Samenkapseln und Blätter für Umschläge bei Verbrennungen, Insektenstichen und Entzündungen verwendet. Die Maori haben Manuka zur Behandlung von Rachenentzündungen, Harnwegsinfekten, Verdauungsbeschwerden, Erkältungen, Fieber und Rückenschmerzen verwendet.

Während die Pflanzenteile der Südseemythe schon lange von den Ureinwohnern Neuseelands für Heilzwecke genutzt wurden, dauerte es bis zur Herstellung des ersten Manuka-Honig relativ lange. Die ersten Bienen kamen erst 1839 nach Neuseeland, als englische Missionare zwei Bienen-Stöcke in das Land einfhrten. Heute sammeln sogenannte Ligustica-Bienen den Blütennektar des Manukastrauches und produzieren den begehrten Manuka-Honig, der in Berufsimkereien im schonenden Kaltschleuder-Verfahren geerntet wird.

Im Gegensatz zu anderen Verfahren der Honiggewinnung aus den Honigwaben, wird bei der sogenannten Kaltschleuderung der Honig ohne Zusatz von Wärme geerntet. Somit bleiben auch wärmeempfindliche Inhaltsstoffe des Manuka Honigs erhalten, die für Heilzwecke von großer Bedeutung sind.

Antibakterielle Wirkung von Manuka Honig

In der Technischen Universität Dresden (TUD) gelang es, die Konzentration des Zuckerabbauproduktes in unterschiedlichen Manuka Honigen aus Neuseeland zu ermitteln und „in vitro“ die antibakterielle Wirkung mengenmäßig nachzuweisen. Dazu nutzten die Wissenschaftler die HPLC-Methode (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) und stellten dabei einen bis zu 100 fachen höheren Methylglyoxal-Gehalt fest, als in anderen Honigsorten. Dabei wurde auch die Hitzebeständigkeit von Methylglyoxal untersucht. In einem Bericht des Magazins „labor and more“ wird dazu berichtet.

Aber nicht nur in Dresden wird geforscht, auch in an der Universität von Waikato in Neuseeland werden Forschungen zu Manuka Honig gemacht. Die Forscher in Neuseeland fanden heraus, dass verschiedene Anionen (negativ geladenen Ionen) im frisch gesammelten Honig erst durch den Entzug der Feuchtigkeit des Inhaltsstoffes Dihdroxyaceton das Methylglyoxal entstehen lässt. Weitere Forschungen ergaben, dass der Methylglyoxal-Gehalt im reifen Manuka Honig, je nach Herkunft, schwankt. Diese Erkenntnis wird dazu genutzt, gezielt Manukasträucher mit einem hohen Wirkstoffgehalt zu züchten und anzubauen.

Anwendungen von Manuka Honig

Manuka Honig bei Blasenentzündung

Frauen können versuchen, die über den Harnleiter aufsteigenden Keime mit einem honiggetränkten Tampon zu bekämpfen. Der Honig kann zusätzlich mit 5 – 10 Tropfen alkoholfreier Propolis-Lösung vermischt werden.

Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen sind scheinbar keine bekannt. Diabetiker sollten jedoch auf die Einnahme von Manuka-Honig verzichten, da der MGO-Gehalt im Blut bei Diabetes bereits erhöht ist. Eine Absprache mit dem behandelnden Arzt ist daher sinnvoll. Schwangere sollten bei einer akuten Blasenentzündung zum Schutz des Ungeborenen keine Selbstbehandlung durchführen, sondern die Infektion ärztlich behandeln lassen.

Über den Tag sollten ca. 2 Liter grüner Tee mit je 1 Teelöffel Manuka Honig MGO250+ oder MGO400+ pro Tasse getrunken werden. Alternativ bietet sich das Produkt von Manuka Health “Manuka Health Manuka-Honig MGO 190 mit Grüntee Extrakt” zur schnellen Zubereitung an.

Manuka Honig zur Desinfektion

Bei kleineren Schnitten, Verbrennungen oder Hautabschürfungen reicht eine Desinfektion. Dazu kann ein wenig Manuka-Honig auf die Wunde aufgebracht und mit einem Pflaster abgedeckt werden. Bei größeren Wunden sollte der Honig etwa messerrückendick auf die Wunde aufgetragen und anschließend mit einem Leintuch oder Verbandmull abgedeckt werden. Mit einer Mullbinde, die nicht allzu straff gewickelt wird, wird der Wundverband fixiert.

Auch wenn für einen kurzen Moment ein stechender Schmerz spürbar sein sollte, kann Manuka-Honig bei der Schmerzlinderung helfen. Für Situationen unterwegs, auf dem Spielplatz oder auf Reisen – überall dort, wo es umständlich wäre ein Manuka-Honig-Verband anzulegen, haben sich fertige Wundpflaster und Wundauflagen als sehr praktisch erwiesen. Diese sind in Apotheken als Medihoney-Produkte oder in speziellen Onlineshops unter Bezeichnungen wie MGO+ oder UMF erhältlich.

Manuka bei diabetischem Fußsyndrom

Menschen, die unter einem diabetsichen Fußsyndrom leiden, sind einen enormen Leidensdruck ausgesetzt, da sie oft über Monate mit offenen Wunden leben müssen. Manuka Honig scheint eine neue Wunderwaffe im Kampf gegen diese nicht schließen wollenden Wunden zu sein und erzielt bei der Behandlung von Patienten erstaunliche Erfolge.

In klinischen Beobachtungen hat sich gezeigt, dass der Manuka-Honig eine stimulierende Wirkung auf die Regeneration von Gewebe hat. Diabetiker, die über lange Zeiträume mit offenen Füßen und Beinen zu kämpfen hatten und bei denen diverse Behandlungen nicht anschlugen, haben oft positiv auf die Behandlung mit dem neuseeländischen Honig reagiert. Der Honig wird mittels einer feuchten Wundauflage auf die Wunde gebracht und erzeugt so ein feuchtes Wundmilieu, das sich scheinbar selbst desinfiziert. Dies soll bei den Patienten eine schnellere Wundheilung und geringere Narbenbildung bewirken. Außerdem scheint sich bei der Anwendung von Manuka Honig zu zeigen, dass sich neue Gefäße bilden, so dass die Versorgung der einstmals unterversorgten Areale wiederhergestellt werden kann.

Anwendungsempfehlung von Manuka Honig bei Diabetischem Fußsyndrom:

  • Offene Stellen am Fuß großzügig mit Manuka-Honig MGO100+ oder mit ähnlich dosiertem Medihoney™ Produkt mit Spatel auftragen
  • Verbinden der Wunde
  • Anfängs mehrmals täglicher Verbandswechsel, dann verlängerte Wechselintervalle

Manuka bei Entzündungen

Bei inneren Entzündungen kann Manuka-Honig eingenommen werden. Die Einnahme kann pur vom Teelöffel, auf dem Frühstücksbrötchen oder im Tee durchgeführt werden. Da der besondere Wirkstoff Methylglyoxal weitgehend hitzebeständig ist, schadet ihm eine Erwärmung in warmen oder heißen Getränken nicht.

Zu den inneren Organen gehört streng genommen der gesamte Verdauungstrakt inklusive Mund, Mundschleimhäute, Rachen und Speiseröhre. Damit bei der Einnahme von Manuka Honig möglichst lange am Ort des Geschehens bleibt, können Verbraucher einen Trick anwenden. Wer Manuka Honig im Liegen konsumiert, der verlangsamt die Passage durch den Mund, Rachen und die Speiseröhre. Auch wer den Honiglöffel nur langsam abschleckt, dehnt die Verweildauer im Mund- und Rachenraum aus. Das soll den Wirkungsgrad steigern.

Anwendungsempfehlung von Manuka Honig bei inneren Entzündungen:

  • Bei akuten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sollte eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten 1-2 Teelöffel Manuka Honig eingenommen werden.
  • Treten Entzündungen im Mundbereich auf, empfiehlt sich 1 Teelöffel Manuka Honig, den man langsam auf der Zunge zergehen und langsam geschluckt werden sollte.
  • Bei Halsentzündungen und Halsschmerzen sollte Manuka Honig MGO 250+ in kleinen Mengen mehrmals täglich gelutscht werden. Alternativ können auch Manuka Honig Lutschbonbons verzehrt werden. Außerdem kann der Honig auch in die Nase gerieben werden, um zu unterbinden, dass die Keime wandern.

Manuka Honig bei Erkältung

Manuka Honig soll bei Erkältungen gleich mehrfach helfen. Und zwar soll er:

  • Erkältungen vorbeugen,
  • Erkältungssymptome lindern und die
  • Genesung beschleunigen

Vorbeugend eingenommen, scheint Manuka-Honig das Immunsystem zu stärken und soll somit den einen oder anderen grippalen Infekt verhindern können. Außerdem können Begleitsymptome gemildert und Krankheitserreger scheinbar bekämpft werden, was wiederum die Genesung beschleunigt.

Manuka für die Haut

In der Kosmetikbranche wird der Manuka Honig aus Neuseeland als gegen Falten gehandelt. Erfolgsversorechend gegen müde Haut ist beispielsweise eine Gesichtsmaske mit Manuka Honig. Die Eigenschaften des Manuka Honigs sollen die Haut schützen und die Zellerneuerung anregen. Angeboten werden hier vielfältige Manuka Cremes, Lotionen und Gesichtsmasken.

Manuka Honig erzielt scheinbar bei vielen Schuppenflechte-Patienten gute Erfolge. Zwar kann die Erkrankung durch den Honig nicht geheilt werden, aber er kann hilfreich gegen den lästigen Juckreiz sein, Entzündungen vorbeugen oder bereits entstandene Entzündungen abheilen lassen und die Hautregion mit Feuchtigkeit versorgen.

Manuka gegen Infektionen

Egal welchen Ursprungs, Infektionen können nachweislich gut mit Manuka Honig behandelt werden. Durch die ihm zugeschriebene antibakterielle Wirkung kann er vielfältige Infektionen der Haut oder auch des Mund- und Verdauungsapparates auch Pilzinfektionen eindämmen und eliminieren.

Bakterieninfektionen können sich sowohl in Wunden einnisten, als auch Organe befallen. Zu den typische Infektionen gehören:

  • Entzündungen der Atemwege,
  • Erkältungen,
  • grippale Infekte
  • Entzündungen des Mund-Rachenraumes,
  • Entzündungen des Verdauungstraktes,
  • Blasenentzündungen, und
  • entzündliche Hautkrankheiten.

Und selbstverständlich jegliche entzündliche Prozesse bei Wunden, Schnitten, Verbrennungen und Hautabschürfungen.

Manuka Honig bei Verbrennungen

Bei Verbrennungen soll die sofortige Anwendung von Manuka Honig nicht nur für Kühlung und Schmerzlinderung sorgen, sondern auch verhindern, dass Keime die Wunde besiedeln können. In diesem Fall gilt das Prinzip „viel hilft viel“. Vorsicht ist bei der Anwendung dennoch geboten. Menschen, die so starke Verbrennungen davongetragen haben, dass eine Behandlung nötig wird, sind extrem schmerzempfindlich. Beim Auftragen ist deshalb darauf zu achten, keinen großen Druck auszuüben. Im Zweifel sollte aber immer zuerst ein Arzt aufgesucht und medizinischer Rat eingeholt werden.

Bei der Erstversorgung von Verbrennungswunden mit Honig empfiehlt es sich, den Honig offen auf der Wunde zu lassen, ohne einen Verband anzulegen. Das geht allerdings nur, wenn der Honig nicht zu laufen beginnt, sondern auf dem betroffenen Areal verbleibt. Diese Behandlungsweise ist weniger schmerzhaft für den Patienten, denn gerade Brandwunden sind äußerst schmerzempfindlich bei Druck aller Art.

Manuka Honig für ein gesundes Verdauungssystem

Manuka Honig ist aufgrund seiner scheinbar einzigartigen antibakteriellen und keimtötenden Wirkung auch für krankmachende Erreger im Verdauungssystem als Heilmittel in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Manuka Honig wirkt angeblich probiotisch. Dadurch soll er in der Lage sein, die Darmflora zu stärken. Dabei soll er die „guten“ Keime unterstützen und die krankmachenden Keime so nachhaltig beseitigen, dass die Zellneubildung angeregt wird. Das im Manuka Honig enthaltene Methylglyoxal scheint maßgeblich an diesem Prozess beteiligt.

Manuka Honig für die Wundheilung

Manuka Honig soll nicht nur die Wundheilung bei Verbrennungen, Vereiterungen, Insektenstichen und Schnittwunden helfen, er soll auch vor Infektionen vorbeugen und ein gutes Heilklima schaffen. Seine ihm nachgesagten antibakteriellen Eigenschaften sollen in der Lage sein, zum einen schädliche Erreger in Wunden zu bekämpfen und zum anderen die Neubesiedelung von Keimen zu verhindern.

Die Behandlung erfolgt bei großen und chronischen Wunden mittels einer Wundauflage mit Manuka Honig, die ein feuchtes Wundmilieu erzeugen soll. Die feuchte Wundumgebung soll sich ständig selbst desinfizieren und zudem die Wunde nach außen hin abschließen. Gleichzeitig soll die Honigschicht ein Ankleben des Wundverbandes an der Wunde verhindern. So wird beim Verbandwechsel kein neues Gewebe verletzt und die Heilung kann ohne weitere Verletzungen und unnötige Narbenbildung fortgesetzt.

Anwendung von Medihoney ™ – medizinischer Honig mit Manuka Honig

Die vielversprechenden Forschungsergebnisse mit Manuka Honig in den letzen Jahren haben die Wissenschaftler motiviert, die Nutzung des Honigs für die medizinische Behandlung weiter zu optimieren. Der sogenannte Medihoney™ ist seit 2004 CE-zertifiziert und wird von der Medihoney Ltd. in Berkshire, UK hergestellt und durch den ApoFit Arzneimittelvertrieb GmbH europaweit vertrieben. Durch die Auszeichnung mit dem CE Siegel, ist der Honig zugelassen für die medizinische Wundversorgung und erfüllt die notwendigen Kriterien an Reinheit, Wirkung und biologischer Sicherheit.

Beim medizinischen Honig handelt es sich um einen Honigblend rund um Manuka Honig, der zusätzlich mit Gammastrahlen bestraht und so sterilisiert wurde. Allein für den Medihoney™ gibt es mehr als 250 Studien und Publikationen, unabhängig von den Studien zu Manuka Honig, die man auf Medihoney.de einsehen kann.

Die Anwendungen der Medihoney™ Produkte erstreckt sich somit auf die Wundheilung und Wundbehandlung, insbesondere:

  • Wunden aller Art, wie Schnitt- und Schürfwunden, oberflächliche oder tiefe Wunden
  • Akute, chronische, infizierte, chirurgische, nekrotische, diabetische, belegte, schlecht heilende, übel riechende Wunden
  • Fuß- oder Beinulzera