Welche Meditationen im Alltag wirklich funktionieren

Es passiert mir immer mal wieder, dass sich mein innerer Schweinehund bei mir meldet und mir vermitteln will, dass ich keine Zeit für Meditation habe. Besonders, wenn der Alltag gerade sehr stressig ist, (beziehungsweise ich mir besonders viel Stress mache) wird diese innere Stimme richtig laut. Sie will mir einreden, dass eine Meditation mich noch zusätzlich stresst.

Für alle, die dieses Problem kennen oder die gerade eine Meditationspraxis beginnen wollen, habe ich ein paar Meditationen zusammengestellt, mit denen sich der innere Schweinhund ganz leicht austricksen lässt. Der Trick besteht darin, dass sie super alltagstauglich sind. Auch für alle Mamis und Papis, alle Dauergestressten und diejenigen, die gerade so richtig die Karriereleiter hochkraxeln wollen, ist dieser Artikel ein kleiner Notfall-Meditationsguide.

Meditation ≠ Zeitverschwendung?

Warum solltest du dir eigentlich überhaupt die Zeit zum Meditieren nehmen? Ehrlich gesagt, genau um den Peak deines Stresslevels erst gar nicht zu erreichen und somit langfristig einfach entspannter durch den Alltag zu kommen. Wenn du das schaffst, gibt es irgendwann vielleicht sogar mehr Zeit und Raum in deinem Leben für eine ausgereiftere Meditationspraxis.

Lass dich einfach darauf ein und schaffe dir jeden Tag eine Zeit nur für dich, um deine Gedanken zu sortieren. Erwarte am Anfang nicht zu viel – du wirst sehr wahrscheinlich nicht direkt in den Zustand der Erleuchtung verfallen und über den Wolken schweben. Genieße stattdessen einfach die kurze Pause im Alltag und die Zeit, in der dich niemand stört. Und du wirst sehen, dass deine Meditation mit jedem Tag ein klein wenig tiefer und intensiver wird, bis du dann eines Tages vielleicht tatsächlich den Zustand der Erleuchtung erreichst.

Kriterien für die Alltagstauglichkeit

Was sind nun aber Kriterien dafür, dass eine Meditation wirklich alltagstauglich ist? Wenn du die Meditation auch auf einem geschlossenen Toilettendeckel sitzend, fünf Minuten auf deinem Bürostuhl, einfach beim Gehen, auf dem Spielplatz oder in der U-Bahn machen kannst, dann ist sie definitiv alltagstauglich. Und genau das bedeutet, dass auch du es schaffen wirst, sie zu machen. Das heißt dann nämlich, dass du nichts dafür brauchst, außer einem Moment für dich, ohne großes Aufsehen zu erregen.

Meine TOP 5 der alltagstauglichen Meditationen:

1. LET GO:
Wirklich ziemlich simpel – tief einatmen, innerlich das Mantra „LET“ wiederholen, beim Ausatmen innerlich „GO“ wiederholen. Kannst du gut auch mal fünf Minuten auf deinem Bürostuhl oder in der U-Bahn machen.

2. Köperwahrnehmung:
Schließ deine Augen und versuch eine Reise durch deinen Körper zu beginnen. Konzentrier dich dabei auf jedes kleine Detail, das du spüren kannst. Scanne deinen Körper von den Fußspitzen bis hin zu deinem Haaransatz.

3. Japa Meditation in Kürze:
Wenn ich aufgeregt bin liebe ich es, an etwas herumzuspielen. Wenn ich das nutze und bewusst mache, umso besser. Mit einem Mala-Armband kannst du jederzeit und überall mit einem beliebigen Mantra um das Armband „herum-meditieren“. Das Armband hat deutlich weniger Perlen als eine vollständige Mala (mit 108 Perlen) und somit ist auch diese Meditation in ca. 5–10 Minuten zu schaffen. Mein aktuelles Lieblings-Mala-Armband findest du übrigens hier. 

4. Einfach atmen:
Dehne deine Einatmung über vier Sekunden aus. Tu dasselbe mit deiner Ausatmung. Lass deine Atmung ganz weich und fließend werden. Fokussiere dich komplett auf deinen Atem. Klappt gut auf dem Toilettendeckel, dort hast du auch ein bisschen Ruhe.

5. Breathwalk:
Schritt für Schritt zu mehr innerer Ruhe. Versuch hierbei mit jedem Schritt innerlich die Silben „SA-TA-NA-MA“ (ein Mantra um Gewohnheiten und Muster zu durchbrechen) zu wiederholen. Bei „SA“ bringst du deinen Zeigefinger zum Daumen, bei „TA“ deinen Mittelfinger zum Daumen, bei „NA“ bringst du deinen Ringfinger zum Daumen und bei „MA“ deinen kleinen Finger zum Daumen. Eignet sich perfekt für den Weg zur U-Bahn oder zum Supermarkt.

Aller Anfang ist (nicht unbedingt) schwer

Klar, bei den ersten Versuchen kann es sein, dass du viel Konzentration aufbringen musst, um dich in der vollen U-Bahn mit deinem Atem zu verbinden. Doch je öfter du es tust, desto einfacher wird es und du wirst merken, dass es dir einfach gut tut. Deshalb wird es dir sowieso nicht besonders schwerfallen. Wichtig ist, auch wenn es eine alltagsaugliche und somit in gewisser Weise flexible Meditation sein soll: DO IT EVERY DAMN DAY.

All diese Meditationen können aber auch nur als kleines Ritual in stressigen Situationen, zusätzlich zu deiner normalen Meditations-/Yogapraxis, geübt werden.

Ein kleiner Buchtipp zu diesem Thema ist „Das Orangene Buch: Die Osho Meditationen für das 21. Jahrhundertir?t=hapminmag 21&l=am2&o=3&a=3936360707“. Dieses Buch bietet ganz neue Ansätze zum Thema Meditation und stellt vielzählige Meditationen vor, unter welchen auch du ganz sicher etwas finden wirst, was dich anspricht und gleichzeitig in dein Leben passt.

Und falls es mit meinen Top 5 am Anfang doch nicht direkt klappen sollte, dann empfehle ich dir ganz klar die App 7Mind. Gerade für Anfänger sind die geführten Meditationen wirklich entspannend und du lernst ganz schnell, wie gut Meditation dir tut. Wenn du das erst mal verinnerlicht hast, wirst du dich nach und nach auch an andere Techniken herantrauen.