Mit Ayurveda arbeiten

Zum Ende des Jahres stehen bei mir immer die Wünsche nach Veränderung an. Das  war vor einigen Jahren in meinem Job der Fall. Glücklich gemacht hatte er mich schon lange nicht mehr, ich konnte in diesem (für mich) langweiligen Bürojob als Sekretärin einfach keine Befriedigung finden. Es brachte zwar Geld, war bequem und die Arbeit war ganz okay, aber ich hatte überhaupt keine Leidenschaft für das, was ich da tat.

Mittlerweile sieht das komplett anders aus. Ich arbeite nun als Englisch- und Yogalehrerin in der Vorschule in der Deutschen Schule in Peking und habe damit meinen absoluten Traumjob gefunden. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht freudestrahlend zur Arbeit radel und ich hatte bisher noch nie das Gefühl, dass der Job mir keinen Spaß macht oder mich langweilt, ganz im Gegenteil. Ich kann ohne Zweifel sagen, dass ich das gefunden habe, was mich  glücklich macht – zumindest für den Moment! Dieser große Jobwechsel war also dringend notwendig und ich habe nie bereut, diesen Schritt gegangen zu sein.

Befindest du dich gerade auch in einer Umbruchphase oder spielst du schon länger mit dem Gedanken, beruflich vielleicht auch einmal eine komplett neue Richtung anzuschlagen? Dann wird dich der Artikel hoffentlich inspirieren und dir neue Möglichkeiten aufzeigen.

Du hast schon immer Lust gehabt, dich näher mit Ayurveda zu beschäftigen?

Die Philosophie des Ayurveda ist in keinster Weise mit den westlichen Philosophien, die größtenteils auf Logik basieren, zu vergleichen. Beim Ayurveda wird das menschliche Leben als eine Einheit von Seele (Atma), Geist (Mana) und des Körpers (Sarira) betrachtet, sie bilden gemeinsam die Basis des Lebens.

Im Ayurveda wird gesagt, dass die Ursache allen Leides, das wir durchleben, durch Anhaftung bzw. Identifikation mit dem Körper, dem Geist und den Sinnesorganen entsteht. Die große „Aufgabe“ unseres Lebens besteht darin, die Seele von Körper und Geist zu trennen und so jegliche Anhaftung zu überwinden. Nur so kann man das Ziel erreichen, sich von jeglichem Leid zu trennen.

Du möchtest Ayurveda zu deinem Beruf machen?

Wenn dich diese Philosophie so fasziniert, wie mich und du überlegst, einen neuen Berufszweig einzuschlagen, dann gibt es tolle Möglichkeiten, mit Ayurveda zu arbeiten. Egal, ob als Coach, Heiltherapeut, Yogalehrer, Caterer oder Ernährungsberaterin.

Dabei solltest du jedoch diese fünf Dinge beachten:

  • Sei bereit, Neues zu lernen: Eine Aus- bzw. Fortbildung im Ayurveda-Bereich ist selbstverständlich mit Lernen verbunden. Auch wenn du dich schon vorher damit beschäftigt hast und einiges Vorwissen mitbringst, gibt Grundwissen, das du verinnerlichen solltest. Wenn dir auswendig lernen schwer fällt, du nicht lange über Büchern hocken kannst und dich Theorie eher langweilt, dann ist es vielleicht doch nicht das Richtige für dich. Frage dich vorher wirklich ganz genau, ob du Lust hast, wissenschaftlich zu arbeiten – denn Ayurveda ist die Wissenschaft vom langen Leben.
  • Ändere deine Blickrichtung: Der „westliche Blick“ auf Gesundheit und Heilung ist ein völlig anderer als im Ayurveda. Hier wird dir ein jahrtausendealtes Wissen vermittelt, dass auf einer Kultur basiert, die unserer westlichen in vieler Hinsicht sehr fremd ist. Du musst also versuchen, dich von bisher Bekanntem zu lösen und offen sein, eine teilweise komplett neue Blickrichtung einzuschlagen.
  • Schaue dir deine Ausbilder gut an: In Deutschland kann mittlerweile fast jeder Ausbildungen rund um Wellness und Naturheilverfahren anbieten, ohne große Auflagen erfüllen zu müssen. Halte Ausschau nach etablierten Ausbildern. Es gibt aber natürlich auch einige etablierte Ausbilder in Deutschland, sprich am Besten mit einem praktizierenden Ayurveda Therapeuten und lass dir einen Ausbilder empfehlen.
  • Online lernen: Es gibt ganz wunderbare Online Kurse zum Thema Ayurveda. Die renommierte Isolde Richter Heilpraktiker- und Therapeutenschule aus Kenzingen hat ein neue Webinar-Reihe „Mit Ayurveda ganzheitlich beraten und behandeln“, die im Februar 2018 startet. So eine Online Ausbildung ist interessant für dich, wenn du keine Zeit hast um dich mehrere Wochen in ein Ausbildungscamp zu verabschieden und vielleicht noch weiterhin Geld in deinem alten Job verdienen möchtest. Hier kannst du in deinem Tempo lernen.
  • Denke über ein Praktikum im Ausland nach: Auch wenn Ayurveda hier bei uns mittlerweile in aller Munde ist und es wirklich tolle deutsche Anbieter gibt, so handelt es sich doch um eine traditionelle, indische Heilkunst. Wenn du die Möglichkeit hast für einige Zeit im Ausland zu leben, dann solltest du vielleicht sogar in Betracht ziehen, dich in Indien oder Sri Lanka ausbilden zu lassen oder, nach deiner Ausbildung in Deutschland, dich dort fortzubilden und ein Praktikum zu machen. Die Lehrer dort sind mit der Kunst des Ayurveda großgeworden und können dir dadurch einen enormen Wissensschatz vermitteln.
  • Money, money, money… Vergiss den Kostenfaktor nicht! Für welche Form der Aus- bzw. Weiterbildung du dich auch entscheidest, kalkuliere vorher auf jeden Fall die anfallenden Kosten. Neben den Kursgebühren werden im Laufe der Ausbildung sicherlich auch noch einige Materialkosten auf dich zukommen, also kalkuliere nicht zu knapp. Für bestimmte Angebote besteht übrigens auch die Möglichkeit auf Förderung durch Bildungsgutscheine und viele Ausbildungen sind steuerlich als Weiterbildung absetzbar.