Mundgeruch – Ursachen, Mittel und Methoden zur Beseitigung

Fast jeder zweite glaubt, Mundgeruch zu haben. Doch bei vielen trifft das überhaupt nicht zu. Es ist lediglich die subjektive Wahrnehmung, die den Mundgeruch vorgaukelt. Oft wird Menschen, die aus dem Mund riechen, unterstellt, sie hätten ein ungenügendes Hygieneverhalten. Aber das stimmt pauschal formuliert nicht. Mundgeruch ist für die meisten Menschen eine grundlegend peinliche Angelegenheit. Schlechter Atem kommt bei niemandem gut an. Ob im Berufsleben, beim privaten Small Talk oder in der Partnerschaft, Mundgeruch vergrault so manchen Zeitgenossen. Wer unter Mundgeruch leidet, sei es unter dem echten oder dem subjektiv wahrgenommene, der kann oft schon mit einfachen Mitteln für Abhilfe sorgen.

Die Wissenschaft hat sich inzwischen mit dem Thema Mundgeruch (Halitosis) auseinandergesetzt. Herausgefunden hat sie, dass lediglich 25 % aller Menschen unangenehm aus dem Mund riechen. Und das geschieht in der Regel auch nur im Zusammenhang mit dem Verzehr einer stark gewürzten Mahlzeit oder am frühen Morgen, direkt nach dem Aufstehen. Und das ist völlig normal. Glauben wir der Wissenschaft, dann leiden nur etwa 6 % aller Menschen unter chronischer Halitosis. Die restlichen 94% haben gelegentlich leichten Mundgeruch aus vorwiegend harmlosen und vorübergehenden Gründen. Die Ursachen sind recht unkompliziert feststellbar und glücklicherweise wirksam zu beseitigen. Zahnmediziner der Universität Basel untersuchten Menschen, die davon ausgingen, dass sie Mundgeruch hätten.

Befunde, Diagnosen und Ergebnisse der Untersuchung sind hier [1] zu finden. Die Zusammenfassung der Untersuchung ist wie folgt: Von den untersuchten Patienten waren nur 12,5 % von messbarem Mundgeruch betroffen. Die Messung erfolgte mit speziellen Atemmessgeräten, sodass die Befunde zuverlässig sind. In dem bei weitem überwiegenden Teil aller Fälle rührte der Mundgeruch tatsächlich aus dem Mund und nicht aus dem Verdauungsapparat oder von den Zähnen her. Die Zunge soll laut der Untersuchung der Hauptschuldige sein. In den Fältchen der Zunge können sich mikroskopisch kleine Bakterien ansiedeln und den übelriechenden Zersetzungsprozess antreiben. Der Zungenrücken ist ein beliebter Ort für die Bakterien, weil hier zum einen Rückstände der Mahlzeiten hängen bleiben und zum anderen Nasensekret heruntertropft. Ein optimales Milieu für Bakterien, das leicht zu verändern ist.

Ursachen – Mundgeruch kann jeden treffen

Am weitesten verbreitet ist Mundgeruch bei Menschen, die ihre Zahnpflege vernachlässigen und auch sonst der Mundhygiene keine Aufmerksamkeit schenken. Die Verhaltensweise zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist nicht nur ein Problem einer bestimmten Gruppe. Menschen, die rauchen und regelmäßig Alkohol trinken sowie stark gewürzte Speisen essen, sind die zweite Gruppe, die auch einen strengen Geruch verströmen kann.

Im Gegensatz dazu stehen Personen mit einer ausgewogenen und gemüsereichen Ernährung, die regelmäßig ausreichend Wasser zu sich nehmen und sich hinreichend der Zahnpflege widmen. Das betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Mundgeruch ist kein Massenphänomen und ein phasenweise stark riechender Atem kann normal sein. In vielen Fällen geht es darum, den subjektiv erlebten Mundgeruch aufgrund individueller Hygiene- und Reinlichkeitsansprüche noch weiter zu reduzieren. Menschen, die unter Mundgeruch leiden, können aufatmen, denn es gibt neben der Zungenreinigung noch eine ganze Reihe von Optionen, die man ausprobieren kann. Als Ursache für Mundgeruch kommen, zusätzlich zu den bereits genannten, diverse Optionen in Betracht:

  • Rauchen,
  • Verzehr von stark riechenden Lebensmitteln (z. B. Knoblauch), 
  • Alkohol- und Kaffeekonsum,
  • Konsum von Milchprodukten,
  • Mundtrockenheit,
  • Milchunverträglichkeit,
  • Diabetes,
  • Bakterien im Mundraum,
  • Magenprobleme.

Um die passende Methode zu finden, die den Mundgeruch beseitigt, müssen Betroffene wissen, warum sie Mundgeruch haben.

Methoden und Hausmittel zur Beseitigung von Mundgeruch

Mundgeruch lässt sich mit verschiedenen Methoden systematisch beseitigen. Eine umfassende Mundhygiene inklusive Zungenreinigung spielt eine wichtige Rolle. Außerdem können Betroffene ihren Atem dadurch verbessern, dass sie genügend Wasser trinken und bestimmte Lebensmittel konsumieren oder weglassen.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von weiteren Hausmitteln, die erfahrungsgemäß gut funktionieren. Falls die Darmflora aus dem Gleichgewicht ist und der Mundgeruch aus diesem Grund entsteht, kann eine Darmsanierung unter Umständen die richtige Vorgehensweise sein. Die nachfolgenden Hausmittel, die Sie mühelos in der Apotheke kaufen können, wirken Wunder bei Mundgeruch. Wir beschreiben Ihnen, wie Sie die Hausmittel zuhause anwenden können.

Ölziehen gegen unangenehmen Mundgeruch

Ölziehen ist für Erstanwender ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nicht wenige brauchen etwas Überwindung, bevor sie es durchführen. Ölziehen bedeutet, dass Betroffene mit einem Bio-Öl den Mund- und Rachenraum reinigen. Das erfolgt in verschiedenen Schritten, die in ihrer Reihenfolge möglichst unverändert durchgeführt werden sollten. Ölziehen dauert ungefähr 20 Minuten. Nötig ist ein Esslöffel Bio-Öl, vorzugsweise Sesamöl, Kokosöl oder Sonnenblumenöl. Angereichert mit aromatischen Kräutern, wie im Abschnitt „Heilkräuter Öle gegen Mundgeruch“ beschrieben, hinterlässt das Öl einen angenehmen Geruch.

Vorgehensweise:

Das Öl soll nicht gegurgelt werden, sondern es soll immer in Bewegung bleiben. Ziel ist, die Bakterien auch zwischen den Zahnzwischenräumen zu erreichen und sie in dem Öl aufzufangen. Zeit ist der wichtigste Faktor beim Ölziehen. Denn nur wenn das Öl in alle Bereiche und bis in den letzten Winkel des Mundes eindringen kann, lässt sich ein gutes Ergebnis erzielen. Zur Vorbereitung reinigen Betroffene zuerst die Zunge. Ein Zungenschaber ist das erste Mittel der Wahl, um den Zahnbelag aufs Gründlichste zu entfernen. Die gesäuberte Zunge ist eine wichtige Grundlage, um das Ölziehen erfolgreich durchführen zu können. Der beste Zeitpunkt zum Ölziehen ist morgens. Anwender sollten vorab noch nichts gegessen und nichts getrunken haben, damit sich die Wirkung optimal entfalten kann. Das Zähneputzen erfolgt erst nach dem Ölziehen.

Morgens ist der beste Zeitpunkt fürs Ölziehen

Nach dem Aufstehen nehmen Betroffene einen Esslöffel Öl in den Mund und spülen dieses mindestens 15-20 Minuten im Mund hin und her. Das Öl soll aber nicht verschluckt, sondern später ausgespuckt werden. Das Öl wird sich mit reichlich Speichel vermischen und sich zu einer schaumigen Mixtur vermengen. Nach dem Ölziehen ist das Zähneputzen an der Reihe. Dazu eignet sich zum Beispiel eine ayurvedische oder basische Zahncreme. Zur Abrundung des erfolgreichen Ölziehens empfehlen erfahrene Naturheilkundler die Einnahme eines Präparates aus der Sango-Meeres-Koralle. Anwender nehmen eine Messerspitze zu sich und lassen das Pulver im Mund, bis es vollständig aufgelöst ist.

Pflanzenextrakte als Mittel gegen Mundgeruch

Neben den Pflanzenextrakten aus Myrrhe, Salbei, Teebaum und Eukalyptus können Betroffener zusätzlich weitere pflanzliche Extrakte versuchen. Es empfehlen sich unter anderem Extrakte aus

  • Walnuss
  • Gelbholz
  • Galleichel
  • Krappwurzel
  • Stechwinde

Die genannten Pflanzenextrakte sind reich an Gerbstoffen. Gerbstoffe wiederum wirken scheinbar beruhigend auf das Zahnfleisch und sollen es kräftigen. Insofern lässt sich mit der Anwendung von den genannten Pflanzlichen Extrakten die Mundgesundheit verbessern, was ebenfalls mittelfristig zu einem verminderten Mundgeruch führen kann. Ein Mittel bei akuten Beschwerden sind diese Extrakte allerdings nicht.

Aromatische Kräuter und Gewürze gegen Mundgeruch

Wildkräuter mit Bitterstoffen sind ebenfalls empfehlenswerte Helfer gegen Mundgeruch. Besonders tut sich der Wilde Wermut hervor, der auch unter den Begriffen Beifuß und Gänsekraut bekannt ist. Nun sollten Betroffene das Kraut nicht einfach kauen, sondern die getrockneten Kräuter mit heißem Wasser aufbrühen. Sie sollten den Tee über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken und die Mixtur im Mund hin und her spülen, bevor sie sie schlucken. Die Bitterstoffe sollen das Wachstum der Bakterien mindern und die übelriechenden Zersetzungsprozesse im Mund- und Rachenraum verhindern.

Gegen Mundgeruch sollen auch die folgenden Kräuter und Gewächse helfen: Betroffene kauen oder lutschen frische oder getrocknete Pflanzenteile wie

  • Eukalyptus,
  • Kamille,
  • Minze,
  • Myrrhe,
  • Gewürznelken,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Teebaum,
  • Niembaum,
  • Thymian,
  • Zimt,
  • Majoran,
  • Fenchel,
  • Kardamom,
  • Bockshornklee oder
  • Anis.

Ätherische Öle aus genannten Pflanzen sorgen nicht nur für frischen Atem, sondern sollen auch gegen Entzündungen des Zahnfleisches, Zahnfleischbluten und zum Teil auch gegen Karies helfen. Empfehlenswert ist es, die ätherischen Öle unter die Zahncreme auf den Zahnbürstenkopf oder in die Box für die Zahnseite zu träufeln. Achtung: Nur natürliche, reine ätherische Öle verwenden und keinesfalls synthetische Produkte nutzen!

Auch der langsame Verzehr einer ganzen Kaffeebohne oder eines geriebenen Apfels hilft angeblich gegen Mundgeruch.

Petersilie gegen Mundgeruch

Die allseits beliebte und häufig genutzte Petersilie soll gegen Mundgeruch helfen. Die Pflanze soll nämlich Gerüche binden. Damit der Effekt nachhaltig ist, sollten Anwender krause Petersilie lange und ausgiebig kauen, um die ätherischen Öle der Pflanze freizusetzen. Im Mund können sie dann ihre Arbeit tun und den Geruch binden – die regelmäßige Anwendung beschertscheinbar einen frischen Atem. In erster Linie wird der Wirkstoff Apiol für die Reduzierung des Mundgeruchs verantwortlich gemacht.

Doch auch das enthaltene Chlorophyll soll dem Fäulnisbakterien zu Leibe rücken. Es verändert den pH-Wert im Mund und lässt ihn leicht ansteigen. Für die Bakterien ist dieses veränderte Milieu unangenehm. Sie ziehen sich zurück und breiten sich weniger stark aus. In Verbindung mit naturtrübem Apfelessig steigt der geruchsbindende Effekt angeblich noch an. Gegen Knoblauch schafft es die Petersilie allerdings nicht, denn dieser Geruch tritt nicht nur durch den Mund, sondern durch sämtliche Poren der Haut aus.

Heilkräuter Öle gegen Mundgeruch

Genauso, wie Kräuter in Reinform gegen Mundgeruch helfen, können Sie aufgelöst Öl ebenfalls dazu beitragen, den Mundgeruch einzudämmen. Es gibt natürliche ätherische Öle, die als Tropfenzusatz in Wasserglas als Mundspülung ihre Wirkung entfalten. Es handelt sich dabei in erster Linie um diese Heilkräuter Öle:

  • Eukalyptusöl
  • Minzöl
  • Teebaumöl
  • Niembaumöl
  • Rosmarinöl
  • Salbeiöl
  • Thymianöl

Wer die Prozedur des Ölziehens durchführt, kann dafür auch Kräuteröl mit den genannten Inhaltsstoffen verwenden.

Mit Xylit bei Mundgeruch

Xylit (oder auch Birkenzucker genannt) hat sich als Mundspülung bewährt. Es handelt sich dabei um einen Zuckeraustauschstoff, der gut für die Zähne und die Mundflora scheint. Xylit hat die Konsistenz von sehr feinem Zucker. Das Produkt ist in Apotheken, Drogerien sowie in Onlineshops erhältlich. Der Geschmack der Xylit-Mundspülung ist sehr süß.

Zur Anwendung wird ein halber Teelöffel trocken in den Mund genommen, mit Spucke vermengt und hin und her bewegt. Der Mundraum sollte danach eine halbe Stunde nicht befeuchtet werden. Das bedeutet, dass nichts getrunken und dass der Mund nicht ausgespült wird. Nach dem Zähneputzen angewendet stellen sich die besten Erfolge ein.

Ginseng bei Mundgeruch

Wenn der Magen mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert ist, kann sich eine Magenschleimhautentzündung (Typ-B-Gastritis) entwickeln. Das Bakterium siedelt sich in der Schleimhaut des Magens an und vermehrt sich recht schnell. Es bewegt sich mittels peitschenförmiger Fortsätze immer weiter hinunter in den Darmbereich. Es kann sogar ein Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür verursachen.

Die Bakterien bilden beim Zersetzungsprozess ein bestimmtes Eiweiß, das Mediziner als Urease bezeichnen. Urease wandelt Harnstoff in Ammoniak und Kohlendioxid um. Die Abfallprodukte entwickeln einen ganz unangenehmen Geruch, der sich über die Schleimhäute nach außen einen Weg sucht. Das Bakterium kann angeblich durch die Einnahme von Ginseng eingedämmt werden. Ginseng ist gut bekömmlich, soll aber sehr effektiv gegen Helicobacter pylori wirken. In der Folge soll der Mundgeruch zurückgehen. Allerdings sollten sich Betroffene, die Verdacht auf eine Magenschleimhautentzündung haben oder gar fürchten, ein Magengeschwür zu entwickeln, unbedingt mit einem Arzt in Verbindung setzen.

Am besten Ginseng Tee trinken

Verbraucher sollten im Durchschnitt nicht mehr als 1 bis 2 Gramm des Mittels zu sich nehmen. Um eine therapeutische Wirkung zu erzielen, ist eine Tagesmenge von mindestens 10 Milligramm empfehlenswert. Grundsätzlich richtet sich die Dosierung nach der in der Packungsbeilage abgedruckten Empfehlung. Wer sich für Ginsengtee entscheidet, nimmt 3 Gramm der feingeraspelten Wurzel oder einen Teelöffel pro Tasse und gießt das Produkt mit kochendem Wasser auf. Das Gemisch sollte mindestens 5-10 Minuten abgedeckt stehen bleiben und dann durch ein Teesieb abgegossen werden. Besser ist allerdings, ein standardisiertes Teepräparat zu benutzen, da die Konzentration dann besser zu kontrollieren ist. Über einen Zeitraum von 3-4 Wochen trinken Betroffene ein- bis dreimal täglich diesen Tee. Nebenwirkungen sind keine bekannt, auch Wechselwirkungen sind nicht verzeichnet.

Zink gegen Mundgeruch

Verbraucher berichten, dass die regemäßige Einnahme von Zinkpräparaten zum allgemeinen körperlichen Wohlbefinden beiträgt. Erhältlich sind diverse Zinkpräparte mit Vitamin C und ohne Vitamin C. Andere Präparate kombinieren das Spurenelement mit weiteren Vitaminen. Onlineshops, Apotheken und Drogerien bieten sie in vielfältigen Varianten an. Verbraucher sollten darauf achten, dass sie eine tägliche Zufuhr von 10 mg Zink erreichen. Eine Überdosierung ist nur dann zu erwarten, wenn mindestens das Zehnfache der empfohlenen Tagesration zugeführt wird. Bei einer Überdosierung reagieren einige Anwender mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen

Zink-Gel soll Gerüche im Mund- und Rachenraum absorbieren

In der Zahnmedizin raten Experten unter anderem dazu, die Zunge mit einem Zink-Gel zu reinigen. Dabei wird das Gel auf den Zungenreiniger aufgetragen und langsam vom höchsten Punkt der Zunge bis nach vorne zu Zungenspitze verteilt. Betroffene halten dabei am besten die Zungenspitze vorne fest, während sie diese herausstrecken. Das Gel neutralisiert die Gerüche. Die Masse wird für 30 Sekunden auf der Zunge belassen, damit sie ausreichend Zeit zum Einwirken hat. Danach ziehen Betroffene den Zungenreiniger mit der glatten Seite des Zungenschabers komplett ab. Der Rest des Gels lässt sich mit reichlich Wasser ausspülen.

Eine Zahnbürste zur täglichen Zungenreinigung mit Zink-Gel ist nur bedingt und nicht für jedermann geeignet, weil sie nicht selten einen Würgereflex auslöst, wenn sie im hinteren Rachenraum aufgesetzt wird. Außerdem lässt sich das Gel mit der Zahnbürste nicht so flächig und schnell verteilen, wie mit dem speziell geformten Zungenreiniger.

Medizinische Mittel gegen Mundgeruch

Es gibt eine Reihe von Mundspülungen und Produkten, die bei regelmäßiger Anwendung Mundgeruch bekämpfen können. Im Folgenden ein kurzer Überblick über medizinische Mittel gegen Mundgeruch.

Mundspülung CB12

Die CB12 Mundspülung soll Bakterien, die für die unangenehmen Gerüche im Mund verantwortlich sind, abtöten. Hergestellt wird es von MEDA Pharma GmbH & Co. KG. Die Firma gibt an, dass das Mittel rund 12 Stunden gegen Mundgeruch wirkt. Die Hauptwirkstoffe, die die Bakterien abtöten sollen, sind

  • Zink,
  • Chlorhexidin,
  • Natriumfluorid

Das Natriumchlorid soll den Zahnschmelz härten und auf diese Weise langfristig Karies minimieren. Täglich sind von der Flüssigkeit 10 Milliliter für 1 Minute zum Spülen empfohlen. Der Hersteller empfiehlt, CB12 morgens zu benutzen, so dass den gesamten Tag kein Mundgeruch auftritt. Verbraucher, die abends CB12 gurgeln, wachen morgens angeblich mit einem frischen Atem auf. Selbstverständlich ist es auch möglich, die morgendliche und abendliche Anwendung zu kombinieren. Die Flasche beinhaltet einen viertel Liter und reicht bei einer Anwendung pro Tag vier Wochen, bei zweimaliger Anwendung pro Tag zwei Wochen.

Der Geschmack der Mundspüllösung ist relativ mild. Hauptkomponente ist der Mentholgeschmack, der ein Gefühl von Frische und Sauberkeit verleiht. Die abendliche Anwendung ist für viele Anwender erfolgreich, insbesondere Lebenspartner schätzen die positive Auswirkung von CB12. Bei der Anwendung am Morgen berichten die meisten Anwender von langanhaltender Frische. In der Regel hält diese Wirkung aber nicht 12 Stunden an, sondern sie geht bei den meisten nach 7 bis 10 Stunden   verloren. Praxistipp: Mittags auf Knoblauch und Zwiebeln verzichten, das verlängert die Wirkung des Mittels.

Tetrobreath Mundspülung System

Tetrobreath System ist vom Hersteller glasow & wegatha. Die Produktlinie Tetrobreath umfasst ein breites Sortiment unterschiedlichster Mittel, die gegen Mundgeruch wirken. Im Angebot sind eine spezielle Mundspülung, eine passende Zahncreme sowie ergänzende Artikel. Die Produkte sollen in Kombination am besten wirken. Mundspüllösung, Zahngel und ein Zungenreiniger zeigen im Zusammenspiel gute Ergebnisse. In den Produkten befindet sich Chlordioxid, das die Bakterien abtöteen soll. Die Zahnpasta ist mit Natriumchlorid angereichert, so dass Zähne gegen Karies geschützt werden können. Aloe Vera soll das Zahnfleisch beruhigen. In den Produkten ist kein Saccharin enthalten, was eine Ausnahme im Vergleich zu Konkurrenzprodukten darstellt.

Allerdings ist dieser Inhaltsstoff nicht ganz unumstritten und ein bitterer Nachgeschmack bleibt auf der Zunge. Auch fehlt in den Zahnpflegeprodukten Natriumlaurylsulfat. Dieser Zusatzstoff ist für das Aufschäumen von Zahnpasta verantwortlich. Der Hersteller lässt es weg, weil es das Zahnfleischentzündungsrisiko scheinbar steigert. Das Gel kann gut in die Zungenoberfläche eindringen und seine Wirkung entfalten. Die Universität von Kalifornien in Los Angeles (UL CA) hat die Produkte von Tetrobreath genauer untersucht. Festgestellt hat sie, dass der Mundgeruch bei betroffenen Personen zurückgeht, wenn die Anwendung regelmäßig und dauerhaft erfolgt.

Chlorophyll Dragees Stozzon

Stozzon von Queisser Pharma aus Flensburg ist ein Mittel in Drageeform gegen Mundgeruch.  Laut Herstellerangabe ist es das einzige zugelassene medizinische Mittel gegen Körper- und Mundgeruch. Hauptinhaltsstoff ist Chlorophyll. Chlorophyll, auch Blattgrün genannt, sorgt in Pflanzen für die Grünfärbung. Chlorophyll ist Hauptakteur bei der Fotosynthese. Mediziner entdeckten, dass Chlorophyll Gerüche neutralisiert, weil es eiweißspaltende Enzyme eindämmt, die schlechte Gerüche verursachen. Außerdem sind ein Kupferkomplex sowie Natriumsalze in den Dragees verarbeitet.

Chlorophyll Dragees sind einfach in der Anwendung und können problemlos mitgeführt werden. Ein- bis dreimal täglich nehmen Betroffene ein Dragee mit einem Glas Wasser ein. Gerüche, die im Mund-und Rachenraum entstehen, werden unterbunden. Mundgeruch, dessen Ursachen im Magen liegen, wird scheinbar bekämpft. Frischer Atem kann nun aus Mund und Nase strömen und selbst schlechte Gerüche, die üblicherweise über die Haut austreten (Zwiebeln, Knoblauch, Schweiß) sollen die Dragees effektiv bekämpfen. Das Mittel wirkt von innen und soll eingreifen, bevor der Körpergeruch entsteht. Verbraucher berichten, dass eine Wirkung sich nicht unmittelbar, sondern erst nach etwa ein bis zwei Wochen einstellt.

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