Pimpernellen Pflanze

Die Pimpernelle ist eine krautige Pflanze, die Höhen zwischen 20 bis 100 cm erreicht. Sie ist windblütig, was sie von anderen Rosenarten unterscheidet.

Das bedeutet, dass die Bestäubung mithilfe des Windes erreicht wird. Die Blütenbestäubung durch Bienen hingegen ist eine andere Bestäubungsart. Günstig ist deshalb, wenn die Pflanzen dicht beieinanderstehen. Die Blütezeit findet zwischen Mai und Oktober statt.

Herkunft der Pimpernelle

Die Pimpernellen kommen in den nördlichen Regionen vor, welche bis nach Skandinavien reichen. Im Süden können sie sich bis nach Nordafrika und im Osten bis nach Afghanistan erstrecken.

Die Pimpernellen Pflanze wächst dabei am liebsten auf lückigem Mager- und Halbtrockenrasen. Sie gedeiht sehr gut auf lockerem, trockenem sowie meist kalkhaltigem Lehmboden.

Bedeutung und geläufige Verwendung

Die Bedeutung der Pflanze ist bestimmt durch den Geschmack, den sie den Gerichten oder als eigenständige Nahrung verleihen kann.

Nachstehend folgen einige Beispiele, die dies veranschaulichen:

  1. Die Blätter und Blüten können in Salaten verwendet werden, da sie einen leicht gurkenähnlichen Geschmack haben.
  2. In einem Gemüse-Omelett geben sie einen guten Beigeschmack.
  3. Sowohl Blüten als auch Blätter können ebenso in kalten Getränken verwendet werden.
  4. Sie würzen Marinaden und Saucen, die bei Geflügel- und Fischgerichten vorkommen.
  5. Der Kleine Wiesenknopf dient als Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße sowie der Kasseler und mittelhessischen Rezeptur. Deswegen ist sie in dieser Region häufig im Anbau.
  6. Suppen kann sie, beispielsweise bei der Blumenkohlsuppe, eine edle Note geben.
  7. Sie dient als Zierpflanze.
  8. Die Verwendung als Viehfutter ist weit verbreitet, da sie bereits beim Schneiden des Heus automatisch in diesem zu finden ist.

Die Pimpernellen Pflanze findet also in den verschiedensten Gebieten Einsatz.

Pimpernellen bekommen

Vielen kennen die Redewendung „Sie hat die Pimpernellen bekommen“. Mit dieser eigenständigen Redewendung soll vermittelt werden, dass die besagte Person zurzeit sehr viele negative Dinge erlebt und dementsprechend leicht reizbar ist.

Ebenso kann diese Redewendung dafür verwendet werden, wenn der Person etwas besonders nervig erscheint. Da die Pimpernelle früher oft als Heilkraut verwendet wurde, soll diese Redewendung implizieren, dass der Zustand der Unzufriedenheit wieder schnell vergeht.

Verwendung in der Medizin

Im medizinischen Bereich spielt die Pimpernelle eine wichtige Rolle. Ursprünglich bzw. in der Vergangenheit wurde ihr nachgesagt, dass sie gegen die Pest helfe, welches jedoch nicht belegt ist.

Dies ist heutzutage natürlich auch kein Thema mehr. Dennoch kann sie in diversen Bereichen ihre Funktionen entfalten.

Als Tee hat sie beispielsweise Wirkung gegen folgende Belastungen:

  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Nach langer Schadstoffbelastung oder Medikamenteneinnahme entgiftend

In der Schulmedizin hat die Pimpernelle behandelnde Wirkung gegen Asthma. Die Wurzel hilft ideal bei Husten. Zudem ist sie im Bereich der Heilkunde ein Mittel gegen Grippe und Halsentzündungen.

Die Pflanze hat sehr viel Vitamin C, welches den Körper bereichert. Sie besitzt außerdem folgende Inhaltstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle sowie Harze.

Kleiner Wiesenknopf im Garten anpflanzen

Das Anpflanzen des kleinen Wiesenknopfs ist leicht, denn die Pimpernelle ist ziemlich anspruchslos. Oben wurde bereits angedeutet, dass ein trockener lehmiger Boden am besten geeignet ist.

Wenn dann noch eine gewisse Feuchtigkeit hinzukommt, bekommt die Pflanze ihren eigentlichen gurkenähnlichen Geschmack. Auf dieser Weise kann der Anbauer mit der Zierpflanze noch einen Nutzen generieren.

Zusätzlich sollte mit einer Nutzungsabsicht für die Küche der Boden nährstoffhaltig gehalten werden, da dies ebenso einen positiven Effekt auf das Aroma hat.

Dann sollten die folgenden vier Standortbedingungen beachtet werden:

  • Kalkhaltiges Substrat
  • Feuchter sowie nährstoffreicher Boden
  • Alkalischer Boden
  • Sonnenhaltige Plätze

Die Pimpernellen Pflege ist nach der Anpflanzung relativ einfach. Der Boden sollte nie ganz austrocknen, selbst wenn der Gärtner sie nur als Zierpflanze hält. Für die Düngungen können humoser Boden sowie Kompost und organischer Dünger dienen. Letztgenannter wären beispielsweise Hornspäne im Frühjahr.

Pimpernellen Blätter einlegen

Zusätzlich sind die Blütenstände regelmäßig zu schneiden, denn die frischen Blätter kommen vorwiegend in der Küche zum Einsatz. Die Gärtner können die Blätter bis zum Herbst immer wieder abernten. Sie können entweder getrocknet oder eingelegt werden. Beim Trocknen besteht jedoch die Gefahr, dass sie ihren Geschmack verlieren.

Für das Einlegen hat sich Zitronensaft bewährt, da dieser ein besonderes Aroma generiert. Alternativ funktionieren auch Öl und Essig. Der Gärtner sollte jedoch darauf achten, nur die jungen und frischen Blätter zu verwenden. Die älteren sind nämlich ungenießbar.

Pimpernelle – Vermehrung und Schädlinge

Die Pimpernellen Vermehrung ist relativ einfach durchzuführen. Entweder werden neue Samen genommen oder der Gärtner teilt die Pflanze. Ein guter Zeitpunkt hierfür ist Frühjahr oder Herbst.

Man sollte lediglich darauf achten, den endgültigen Standort bereits im Vorhinein zu wählen und nicht mehr zu tauschen. Der kleine Wiesenknopf bildet lange Wurzeln, die bei einer erneuten Herausnahme beschädigt werden könnten.

Pilzkrankheit

Der Boden sollte nach den oben genannten Bestimmungen gleichsam auch für die neue Anpflanzung gelten. Wie bereits angesprochen ist die Pflanze sehr robust. Sie kann aber auch mal geschwächt sein. Dann hat sie den Mehltau als Pilzkrankheit oder Blattläuse als natürliche Feinde. Mehltau erkennt man an dem bräunlichen Befall der Blätter.

Zwar kann die Pilzart durch Fungizide beseitigt werden, wenn die Pflanze jedoch für die Küche verwendet werden soll, ist hiervon abzuraten. Zusätzlich ist das direkte Bewässern von oben gefährlich, da sich dadurch der Pilz weiter ausbreiten kann.

Deshalb ist die beste Behandlung immer die Vorsorge, indem der Boden nie ganz austrocknet. Sie sollte stets von unten gewässert, vor starkem Niederschlag geschützt und regelmäßige gedüngt werden.

Ist der Befall an den Pimpernellen zu stark, sollte eine neue Saat in Betracht gezogen werden. Dies sorgt für einen entsprechenden Neustart, da ein zu starken Befall manchmal nicht mehr zu korrigieren ist.