7 Tipps gegen PMS = Pre Monster Syndrome

Ich habe schon immer zu den Frauen gehört, die während ihrer Tage riiiiichtig leiden mußten. Direktemang weitergegeben von den Maya Prinzessinnen, die sich fluchend Urwaldmoos in die Unnerbüx stopften und ihren Liebsten ankeiften, ihnen gefälligst sofort eine heiße “Xocolatl” mit Zimt zu machen, aber pronto.

Die deutsche Frauenseite meiner Familie spürte an diesen speziellen Tagen im Monat nichts dergleichen in sich aufwallen und so übernimmt mein Latino-Über-Ich während dieser Uterus- Detoxtage kurzerhand meine Steuerzentrale im Präfrontalen Cortex. Meine Hosen kneifen, meine BH’s sind magisch geschrumpft, meine Haare sitzen noch weniger als sonst und alles essbare in meiner Nähe wird eingeworfen.

Ich weine unkontrolliert bei der Nivea Werbung, laufe blubbernd vor Glück und Salsa-tanzend zum Kühlschrank, um mir wütend die Familienpackung Ben&Jerry’s “Iss-mich-wenn-Du-blutest” zu holen und komplett aufzuessen, um dann mit noch dickerem Bauch als vorher, wieder weinend auf dem Sofa zusammen zu brechen und zu verenden.

Es ist und bleibt ein Fest.

Ich kann verstehen, wenn die Y-Chromosom Träger hierauf erstmal einen bis mehrere Schritte zurückstolpern und sagen “Woha. Sie könnte mich jetzt umbringen, im Garten verscharren und vor Gericht gezerrt zu ihrer Verteidigung sagen: „Bitte entschuldigen Sie, Euer Ehren. Aber es war Vollmond, ich hatte meine Regel und er hat einfach nicht auf meine WhatsApp Nachricht geantwortet!“ – und frei gesprochen werden.“

Hey – ich hab es mir nicht ausgesucht und der Rest der Superheldinnen auf der Welt, die 5 Tage bluten ohne zu sterben, auch nicht.

Sobald meine Humorsynapsen wieder reibungslos funktionieren, werde ich milde lächeln, ob solchen männlichen Vorurteile, bis dahin halte ich mich an diese kleinen Helferlein:

  • Oldschool Wärmflasche oder Oma-Elektro-Heizkissen und ab aufs Sofa – ein Plädoyer für mehr Ruhe an den Tagen
  • Ich versuche den Detox Effekt durch leichte Kost zu unterstützen: mehr Gemüse, mehr Reis, einen Safttag…außerdem hab ich dann mehr Platz für Schokolade
  • Ab in die heiße Wanne, mit Kerzen, Musik und Glitter-Badeballs von Lush
  • Das Elend mit Freundinnen per Telefon bereden: Eine Leidensgenossin gibt es mindestens immer
  • Ich trinke mehr als sonst: viel Wasser und Detox Tees, wie z.B. Brennesseltee
  • Ich beschränke mich auf sanfte Yin Yoga Übungen
  • Autogenes Training oder eine Chakren Mediation tun mir jetzt besonders gut

Das Gute ist, diese Tage gehen auch wieder vorbei. Du kriechst aus dem Tal der Tränen, guckst blinzelnd in die Morgensonne, schnallst Dir die Highheels anstatt der Birkis unter die Füße, malst Dir einen roten Kußmund auf und gehst auf die Suche nach den Männern, die sich die letzten Tage vor Dir im Gebüsch versteckt haben.