THC – Berauschend und medizinisch wirksam

Wenn es um die Hanfpflanze geht, fällt häufig der Begriff Tetrahydrocannabinol (THC). Der psychoaktive Wirkstoff ist der populärste Vertreter unter den Cannabinoiden. Ehemals als Rauschmittel verstoßen, erlangt die Substanz in der Medizin zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche Beschwerden und Krankheiten könnten mit dem Cannabinoid behandelt werden. Erste zugelassene Arzneimittel existieren.

Was ist Tetrahydrocannabinol (THC)?

  • https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ja01062a046
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22524785/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24923339/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2697769/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2823358/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18446323/
  • https://europepmc.org/article/med/16517404
  • https://cannabis-med.org/
  • https://studylibde.com/doc/2824915/cannabis-%E2%80%93-psychose-huhn-oder-ei%3F
  • https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/medizin-und-forschung/heilmittel/med-anwend-cannabis.html


Bei THC handelt es sich um einen psychoaktiven Wirkstoff. Das bedeutet, dass er als Rauschsubstanz dienen kann. Therapeutische Mengen sorgen aber nicht für einen vergleichbaren Effekt. Trotzdem kann es in der Anfangszeit zu Begleiterscheinungen kommen, die sich auf die Psyche auswirken. Die unerwünschten Nebenwirkungen wie Schwindel oder verändertes Zeitgefühl sind aber eher selten und verschwinden bei einer regelmäßigen Einnahme.

Dabei kommt es auf den THC-Gehalt an. Produkte, die unter einem Prozent THC enthalten, sind in der Schweiz frei verkäuflich. Ein Rezept ist dafür nicht notwendig. Medizinisches Cannabis, dass einen deutlich höheren THC-Anteil aufweist, muss ärztlich verordnet werden. Zudem ist eine Ausnahmebewilligung des Bundesamtes für Gesundheit erforderlich.

THC kann durch die Bindung an körpereigene Rezeptoren verschiedene Effekte hervorrufen. Das machen sich medizinische Erzeugnisse zunutze. Sie werden bei ausreichender Indikation insbesondere Schmerzpatienten verschrieben. Zudem können Personen, die sich einer Chemotherapie unterziehen und infolgedessen an Übelkeit und Erbrechen leiden, von THC-haltigen Präparaten profitieren. Das Gleiche gilt für Menschen, bei denen Spastiken und Krämpfe durch neurologische Erkrankungen auftreten.